/// Rubrik: Bildergalerien | Region | Topaktuell

Informativer Blick in unbekannte Bunker

Bottighofen – 600 kleine und grosse Besucher folgten der Einladung des Vereins Festungsgürtel Kreuzlingen zum Tag der offenen Bunkertüre. Auf einem Dorfrundgang gab es viel Unbekanntes aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu sehen. (Text: Werner Lenzin)

Die Verantwortlichen des Vereins Festungsgürtel Kreuzlingen mit Präsident Josef Bieri und Vizepräsident Urs Ehrbar an der Spitze hatten für ihre jüngste Aktion, dem Tag der offenen Bunkertüre, ein attraktives und interessantes Programm zusammengestellt. Neben der Besichtigung des Bottighofer Dorfbunkers mit seinen verschiedenen Räumen bot sich im Obergeschoss dieses historischen Gebäudes den zahlreichen Besuchern die Möglichkeit, die beiden Filme Landesverteidigung im «Grenzraum Kreuzlingen 1937 – 1994» oder «Kalter Krieg» zu sehen. Neben dem Festzelt mit seinen Verpflegungsmöglichkeiten aus der Militärküche von Andy Buschauer, Hansjörg Federle und seinen Helfern, standen Militärfahrzeuge und ein Panzerfahrzeug M113, auf welchem man eine kurze Teststrecke absolvieren konnte. Bei der Teilnahme an einem attraktiven Wettbewerb winkten drei tolle Preise.

Panzerbarrikaden am Stichbach
Wer von den Teilnehmern wusste schon von den geheimen Bunkern und Panzerbarrikaden mitten im alten Dorfkern von Bottighofen entlang des Stichbaches? Vizepräsident Urs Ehrbar zeigte ihnen diese historischen Raritäten im Verlaufe eines informativen Dorfrundgangs. So gab es unweit des Kreisels, wo der Bach unter der Strasse durchfliesst, eine Panzersperre, die vom Dorfbunker aus mit der Kanone erreicht werden konnte. «Bis nach Lengwil hinauf standen am Stichbach insgesamt zehn Kampfbunker», erklärte Ehrbar. Viel zu staunen gab es auch beim Warenberger Strassenbunker, von Soldaten inmitten von Häuserreihen erbaut und ausgerüstet mit einer Maschinengewehr-Stellung. Unweit daneben schützte eine Panzerbarrikade mit je 180 Kilogramm schweren Eisenschienen von feindlichen Panzern. «Diese mussten von je vier Soldaten mit Hilfe von Eisenzangen eingebaut und befestigt werden», so Ehrbar. Wenige Minuten weiter oben bot sich der Blick auf einen Bunker mit einem geschützten Maschinengewehrstand, der durch den Stichbach und durch eingebaute Eisenbahnschienen, zwischen denen heute friedlich Schafe weiden, geschützt war. Klein und gross zeigte sich beeindruckt und begeistert von dem, was jene Soldaten zur Zeit ihres Aktivdienstes geleistet und zustande gebracht hatten.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.