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Mediterranes Flair auf Arenenberg

Salenstein – Seine Rolle als Leuchtturm des Thurgaus konnte der Arenenberg am Wochenende vom 10. und 11. September wieder unter Beweis stellen. An beiden Tagen zusammen «lustwandelten» circa 1000 Besucher auf der Anlage. Sowohl die Besucherzahlen als auch das Wetter übertrafen das Vorjahr deutlich.

Fuehrung an der «Langen Nacht der Bodenseegärten» auf Arenenberg. (Bild: zvg)

Fuehrung an der «Langen Nacht der Bodenseegärten» auf Arenenberg. (Bild: zvg)

Unter den Besucherinnen und Besucher waren auch Grossräte und ein speziell aus London angereister Journalist. Der Kultur- und Reisespezialist gilt in Grossbritannien als «Star in seinem Fach» und publiziert genauso in einschlägigen Medien, wie auch in grossen Tageszeitungen, z.B. im Daily-Telegraph. Geführt durch Christina Egli zeigte er sich von der Lebendigkeit des Napoleonmuseums und dem Wert der Sammlungen stark beeindruckt. Zusammen mit dem Park ein Gesamtkunstwerk, das höchsten Ansprüchen genügt.

250 Besucher nahmen allein an der  «Langen Nacht der Bodenseegärten» teil. Gespannt folgten sie Daniel Brogle auf seiner Führung durch die neue Arenenberger Gartenwelt oder sie liessen sich im Bistro Louis Napoléon nieder, um kulinarisch zu geniessen beziehungsweise dem nächsten Anlass entgegen zu sehen. Hannes Geisser, Direktor des Thurgauer Naturmuseums und begnadeter Musiker, hatte auf der temporären Bühne vor dem Napoleonmuseum sein XOLO-Quartett versammelt und spielte «Jazz und andere Stücke». Park und Gärten rund um Museum, Bistro, Shop und Schule versanken langsam in der Dämmerung. Das Licht der untergehenden Sonne über den Ufern des Untersees sorgte dafür, dass man sich wie in mediterranen Gefilden fühlte. Ungezählte Fackeln und Finnenkerzen trugen das ihrige dazu bei. Als das Konzert mit einem rauschenden Applaus endete, blieb nur kurz Zeit, um sich im Bistro erneut versorgen zu lassen. Zur kaiserlichen Garten-Tradition gehörte kurz nach 21 Uhr auch das kleine Barockfeuerwerk, das die Anwesenden ein weiteres Mal auf eine kurze Zeitreise entführte. Völlig unvermittelt stand plötzlich ein bekröntes «N» über der Brunnenschale und entlockte den Besuchern begeisterte Rufe, die sich mit den Drehgeräuschen des grossen Sonnenrads vermischten, mit dem der Abend offiziell endete.

Der Sonntag liess ebenfalls keine Wünsche offen: Kostümierte Themenführungen vermittelten die Gärten auf spielerische Weise. Öffentliche Führungen brachten den Besuchern das Schlossmuseum und seine früheren Bewohner näher, Kutschfahrten zeigten die Wiesen und Felder um den Arenenberg. Direktor Dominik Gügel referierte über die Geschichte der Gartenwelt  und entführte die Besucher auf einem speziellen Rundgang an wenig bekannte Orte im Park. Wie schon 2015 endete das «Wochenende der Gärten» mit einem Konzert in der Arenenberger Schlosskapelle. Sämtliche Stühle waren besetzt, als mit einem Stück von Mozart das Programm zum Thema «Nacht, Meeresstille, Mondlicht & Co.» begann.

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