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Vortragsreihe zur Bypasschirurgie

Kreuzlingen – Am vergangenen Donnerstag startete eine Vortragsreihe des Herz-Neuro-Zentrum Bodensee für alle Interessierten. Den Auftakt der Patientenseminare im Kreuzlinger Dreispitz machte Dr. Andreas Künzli, Chefarzt der Kreuzlinger Herzchirurgie. Vor rund 40 interessierten Zuhörern illustrierte Dr. Künzli die Entwicklungen in der Herzchirurgie und zeigte auf, wie sich die Bypasschirurgie im Wandel der Zeit verändert hat.

Der Start der Vortragsreihe – Bypasschirurgie im Wandel der Zeit war ein Erfolg. (Bild: zvg)

Der Start der Vortragsreihe – Bypasschirurgie im Wandel der Zeit war ein Erfolg. (Bild: zvg)

Anschaulich vermittelte der Kreuzlinger Chefarzt seinen Zuhörern die Meilensteine der noch vergleichsweise jungen Herzchirurgie. Gerade einmal 50 Jahre ist es her, dass in den USA die erste Bypassoperation durchgeführt wurde. Während Herzoperationen auch in den achtziger Jahren noch heroische Eingriffe mit hohem Risikopotential waren, sind es heute hochtechnisierte Eingriffe mit sehr guten Erfolgsaussichten auch bei über achtzigjährigen Patienten.

«Herzchirurgie ist ein Mannschaftssport»
Möglich wird dies durch ein eingespieltes Team von Spezialisten sowie die technologischen Entwicklungen zum Beispiel bei den Herz-Lungen-Maschinen, den Anästhesieverfahren oder dem weitgehenden Verzicht auf Fremdblut wodurch die Belastung von Herzoperationen deutlich verringert wird. Anhand eindrücklicher Daten zeigte Dr. Künzli seinen Zuhörern, dass arterielle Bypässe, wie sie in der Kreuzlinger Herzchirurgie wenn immer möglich verwendet werden, ausserordentlich gute Langzeitresultate nahezu vergleichbar mit einer gesunden Herzkranzarterie bieten. Zum Abschluss der Veranstaltung beantwortete Dr. Künzli zahlreiche Fragen der interessierten Zuhörer und lud die Besucher dazu ein, einen Blick durch die Lupenbrille des Herzchirurgen zu werfen.

Das nächste Patientenseminar des Herz-Neuro-Zentrums findet am 10. November zum Thema «Wenn die Gehstrecke immer kürzer wird – die vielen Facetten der Spinalkanalstenose« statt. Gerade bei älteren Menschen ist oft eine Verengung des Nervenkanals im Rückenmark festzustellen. Das kann zu Rückenschmerzen und unbehandelt zu bleibenden Nervenschädigungen führen.

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