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Frischer Wind aus dem Norden

Konstanz – Zwei Jahre hat die Südwestdeutsche Philharmonie nach einem neuen Chefdirigenten gesucht, zwölf Kandidaten probten dafür mit dem hochkarätigen Orchester und wurden von den Musikern bewertet. Herausgestochen ist schlussendlich der Finne Ari Rasilainen, welcher nun für fünf Jahre die musikalische Leitung übernimmt.

«Es harmoniert mit dem Orchester», sagt der neue Chefdirigent Ari Rasilainen. (Bild: ek)

«Es harmoniert mit dem Orchester», sagt der neue Chefdirigent Ari Rasilainen. (Bild: ek)

Nicht nur der Dirigent ist neu, auch der Proberaum der südwestdeutschen Philharmonie direkt am Konstanzer Hafen wurden renoviert. «Besseres Licht, bessere Luft, bessere Akustik», verspricht sich Intendant Beat Fehlmann von den Umbaumassnahmen. Beste Voraussetzungen für die erfolgsverwöhnte Formation, ihre Stellung als bedeutendstes Orchester der Region weiter auszubauen.

Dazu beitragen soll auch das Engagement von Ari Rasilainen. Der gebürtige Finne ist schon seit Jahren in Deutschland musikalisch tätig, sein polternder Akzent bringt aber immer noch das nordische Flair mit sich. Für das Ensemble ist er kein Unbekannter, bereits 2015 dirigierte er das Orchester beim Bodenseefestival. «Schon damals hat die Chemie gestimmt», erklärt Rasilainen seine Bewerbung. Eine Woche ist er nun im Amt, die Fortschritte seien von Probe zu Probe hörbar. «Es ist schön ein eigenes Orchester zu haben, welches ich nach meinen Vorstellungen formen kann», so der 56-Jährige, welcher als Gastdirigent schon die halbe Welt bespielt hat.
Einen Vorgeschmack auf den versprochenen nordischen Einfluss gibt es gleich heute und morgen Abend im Konstanzer Konzil, bei dem neben Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2 auch die «Finlandia» von Jean Sibelius vorgetragen wird. Solist ist Bernd Glemser.

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