/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Viele Aufträge – zu wenig Platz

Kreuzlingen/Tägerwilen – Rund 620 Mitarbeiter sind bei der Mowag beschäftigt. Die Auftragslage ist gut, dennoch steht das Unternehmen vor der Frage, wo diese Aufträge sinnvoll realisiert werden können.

Ein DURO (l.) und ein EAGLE werden zusammengeschraubt. (Bild: ek)

Ein DURO (l.) und ein EAGLE werden zusammengeschraubt. (Bild: ek)

Wie schon Anfang diesen Jahres berichtet, hat Dänemark einen 600-Millionen Auftrag für den Bau von 309 Piranha Fünfradpanzer unterschrieben und auch die Schweizer Armee möchte Durofahrzeuge für rund 500 Millionen Franken sanieren lassen.

Zusätzliche Produktionshallen
Nun steht der grösste Arbeitgeber Kreuzlingens vor der Entscheidung, wo diese Fahrzeuge hergestellt werden sollen. Das Unternehmen benötigt mehr Fläche für die Produktion, denn die momentanen Möglichkeiten sind begrenzt. In Zukunft wird darum im Industriegebiet von Tägerwilen eine Halle gemietet. Der Gemeindeammann von Tägerwilen, Markus Thalmann, bestätigt: «Eine bereits bestehende Halle in der Konstanzerstrasse wird von der Mowag angemietet, zwei weitere Hallen sollen östlich der bereits bestehenden Halle gebaut werden.» Die drei Gebäude werden von einem privaten Investor bezahlt, der diese langfristig vermietet.
«Es wurden uns mehrere Angebote gemacht. Auch in Kreuzlingen gab es Möglichkeiten, allerdings keine, die für uns ideal gewesen wären. Vor allem die Fläche, die Nähe zu Kreuzlingen und die Verkehrsanbindung sind in Tägerwilen ein grosser Vorteil», bestätigt Giuseppe Chillari, Produktionsleiter bei der Mowag. Die Gemeinde Tägerwilen ist positiv gestimmt. Laut Thalmann sei die Gemeinde froh, dass die Arbeitsplätze in der Region erhalten werden könnten und die neue Produktionsstätte nahe der alten gelegen sei.

Stadtmitte eher ungünstig
Auch für die Sanierung der Fahrzeuge für die Schweizer Armee sollen nochmals extra Gebäude kurzfristig angemietet werden. «Momentan werden mehrere Standorte begutachtet. Wir versuchen auch hier darauf zu achten, dass wir gut an den Verkehr angebunden sind, denn es werden täglich sehr viele Fahrzeuge zu uns kommen und da wäre eine Produktionshalle in der Stadtmitte eher ungünstig», so Chillari.

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