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Schlecht gespielt, aber trotzdem gewonnen

Fussball – Der FC Kreuzlingen gewinnt gegen den FC Winkeln mit 3:2. Trotz einer mässigen Leistung können die Thurgauer die Partie in den letzten fünf Spielminuten noch entscheidend drehen. (Text: Nadja Müller)

Dre Punkte für den FCK. (Bild: Gaccioli)

Dre Punkte für den FCK. (Bild: Gaccioli)

Beim Spiel gegen den FC Winkeln sind die Kreuzlinger nochmals mit einem blauen Auge davongekommen. Was die Platzherren in den ersten 80 Minuten ablieferten, war enttäuschend. Vor allem auch die Leistung des zuvor so hochgelobten neuen Stürmers Andi Qerfozi. Bei seinem ersten Auftritt auf heimischen Boden präsentierte er sich nicht gerade von seiner besten Seite. Zwar sorgte er, nach einer herrlichen Vorlage von Mido Arifagic, für den ersten Treffer der Partie, aber ansonsten tat Qerfozi nicht viel fürs Spiel. Nach einer Gelb-Roten Karte konnte sich der Stürmer in der 78. Minute dann vorzeitig unter die Dusche verabschieden.

Kurioserweise spielten die Kreuzlinger daraufhin in Unterzahl besser als die ganze Partie zuvor.
Der FC Winkeln erwies sich von Beginn an als sehr hartnäckiger Gegner. Mit viel Herzblut und Engagement setzten die St. Galler die Gastgeber kräftig unter Druck. Auch nachdem sie in Rückstand gerieten, setzten die Gäste ihr schnelles und offensives Spiel kontinuierlich fort. Die Thurgauer hingegen standen viel zu passiv auf dem Platz. Laufend wurde der Ball in den eigenen Reihen lieber zurückgespielt, als mal mutig nach vorne zu preschen. Dieses Spielverhalten rächte sich kurz vor der Pause als Roger Kobler aus spitzem Winkel den Anschlusstreffer für die Gäste erzielte. Nach dem Tee ging es in ähnlicher Manier weiter.

Als die St. Galler in der 65. Minute in Führung gingen, schien die Sache für den FC Kreuzlingen gelaufen zu sein. Und dann flog ja auch noch Qerfozi vom Platz. Was für eine dramatische Schlussphase noch folgen würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt sicher niemand. Während sich die Gäste Anhänger schon langsam auf einen Sieg ihrer Mannschaft einstellten, herrschte bei der enttäuschten Kreuzlinger Gefolgschaft schon langsam Aufbruchsstimmung. Dann kam die entscheidende 88. Minute, die alles verändern sollte. Fabian Wilhelmsen stocherte das Leder noch irgendwie in den St. Galler Kasten – Ausgleich! Nur wenig später ging es auf der anderen Seite zur Sache. Aber der Kreuzlinger Keeper konnte mit den Fingerspitzen die erneute Führung der Gäste verhindern. Damit nicht genug, Sekunden vor dem Schlusspfiff schoss Ludovic Mathys die Kreuzlinger ins Glück.

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