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Rollwende dank schönem Spätsommer

Kreuzlingen – Seit drei Wochen hat das Schwimmbad Hörnli geschlossen. Zeit, Bilanz zu ziehen: Anfang Jahres wurden noch verregnete Besucherzahlen prognostiziert, welche der schöne Spätsommer aufhellen konnte. Nun geht es an den Umbau des Kiosks.

Jürg Schlatter (v.l.), Präsident der Genossenschaft Schwimmbad Hörnli, sein Vize-Präsident Urs Oberhänsli und Chef-Bademeister Dominique Assire werfen einen letzten Blick auf den alten Kiosk. (Bild: ek)

Jürg Schlatter (v.l.), Präsident der Genossenschaft Schwimmbad Hörnli, sein Vize-Präsident Urs Oberhänsli und Chef-Bademeister Dominique Assire werfen einen letzten Blick auf den alten Kiosk. (Bild: ek)

«Im Frühling dachte ich, dass ich heute katastrophale Zahlen vortragen muss», bilanziert Präsident Jürg Schlatter an der Medieninformation zum Saisonabschluss im Schwimmbad Hörnli. Dass die Eintrittszahlen mit rund 100’000 Besuchern im langjährigen Durschnitt liegen, hängt vor allem mit dem sensationellen Spätsommer zusammen. Vor allem die deutschen Badegäste retteten damit den verregneten Frühling und durchzogenen Sommer. Das Hörnli kann sich damit gegenüber anderen Freibädern glücklich schätzen, welche zum Teil erheblich höhere Einbussen bei den Besucherzahlen erleiden mussten.

Auch die Modernisierung der Technikeinrichtung sowie die Sanierung der Dusch- und Toilettenanlagen hätte sich bewährt, berichtet Schlatter. Das Team hält in puncto Wasserqualität gut Schritt mit den immer schärferen Richtlinien vom Kanton. Auch sei es zu keinen gravierenden Unfällen und Verletzungen gekommen. «Die positiven Rückmeldungen schlagen sich vor allem in der Besucherumfrage nieder», erklärt der Genossenschaftspräsident. 200 Gäste hätten dabei verschiedene Themen im Bad bewertet. Die wichtigsten Punkte sind Stammgästen wie auch Laufkundschaft dabei Hygiene und Sauberkeit, Sicherheit, das Verhalten des Personals und die Öffnungszeiten. Im Gesamteindruck sind 70 Prozent der Befragten zufrieden bis sehr zufrieden. «Dennoch streben wir das Optimum an», erklärt der Präsident in Hinblick auf die Konkurrenzsituation zu anderen Bädern in der Region und der geleisteten finanziellen Unterstützung seitens der Stadt Kreuzlingen.

Überblick behalten
Schwerpunkt im nächsten Jahr wird eine Verbesserung der Aufsicht über die Wasserflächen sein. «Besonders zu Spitzenzeiten bei rund 5000 Besuchern gleichzeitig ist dies ein schwieriges Thema», berichtet Chef-Bademeister Dominique Assire. Es gebe zunehmend Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von geeignetem Personal, welches auf Abruf zur Verfügung stünde.
Auch auf Wünsche der Gäste, z. B. nicht während der Mittagszeit den Rasen zu mähen, möchte man vermehrt Rücksicht nehmen. Ansonsten funktioniere das Bademeister-Team, bestehend aus drei Festangestellten, sehr gut. «Wir versuchen streng aber gerecht zu sein», so Assire.

Kühler Kiosk
Einer Radikalkur wird zurzeit dem Kiosk unterzogen. «Das Gebäude wird zur Nordseite hin erweitert, damit die Abläufe im Betrieb mehr Platz haben und optimiert werden können», so Urs Oberhänsli. 800’000 Franken investiert die Genossenschaft bzw. die Stadt Kreuzlingen in den Umbau. Den Hauptteil der Kosten machen dabei die neuen Kühlanlagen und die Gastroküche aus, erklärt Vizepräsident Oberhänsli. Ein Satellit vom Kiosk soll in Zukunft mit Eisverkauf den Druck auf das Hauptgebäude nehmen. Zirka 200 Sitzplätze mit Sonnensegeln sollen Ende März stehen, einerseits mit Blick aufs Nichtschwimmerbecken, andererseits mit Blick auf den See. «Dann können sich die Betreiberin Nelly Bolliger und ihr Team bis zum Saisonstart im Mai 2017 optimal einleben», so Oberhänsli.

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