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Recht des Hundes

Kreuzlingen – Durch die Abschaffung des Sachkundenachweises (SKN) wird der Schutz von Hunden wieder geschwächt.

Hundetrainerin Carolin Hoffmann. (Bild: zvg)

Hundetrainerin Carolin Hoffmann. (Bild: zvg)

Der erst 2008 eingeführte obligatorische Sachkundenachweis soll wieder abgeschafft werden – eine zurzeit stark umstrittene Entscheidung der Politik, dient der SKN doch dem Schutze des Hundes und ist Bestandteil des eidgenössischen Tierschutzgesetzes (TschG). Die in der Schweiz bei cumcane familiari zertifizierte SKN-Hundetrainerin Carolin Hoffmann von «nicht nur hund – hundeschule willi wollmatingen», meint: «Eine traurige Entscheidung! Die Erwartungshaltungen der Leute an ein Leben mit Hund sind im Vorfeld häufig sehr realitätsfremd und  romantisierend. Eine Beratung vor der Anschaffung sowie Aufklärung im richtigen Umgang mit dem Hund vermeidet Fehler – und Kosten.» Ob sich potentielle Hundebesitzer zukünftig freiwillig vor dem Kauf beraten lassen bzw. Trainingskurse besuchen, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu entwickeln, bleibt nun die individuelle Entscheidung einer ohnehin engagierten Minderheit. «Es gibt leider viele, die einfach glauben, schon alles zu wissen, weil sie als Kind mal einen Hund hatten oder Kosten sparen wollen», so Carolin Hoffmann weiter. «Die stehen dann ein bis zwei Jahre später bei mir ratlos auf der Matte, um Verkorkstes geradezubiegen.» Wer sich heute einen neuen Hund anschaffen will, muss den SKN noch absolvieren. Das BVET rechnet mit einem Inkrafttreten der neuen Bestimmungen ab 2017. Ob diese allerdings auch die Kantonsebenen erreichen werden, bleibt abzuwarten, denn jeder Kanton kann über Pflichtkurse selber entscheiden. Alle Hundehalter und solche, die es werden wollen, sollten also die kantonalen Hundegesetze im Auge behalten. Infos gibt es bei: Carolin Hoffmann, www.nicht-nur-hund.de, www.seecamp-konstanz.de

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