/// Rubrik: Leserbriefe | Stadtleben

«Unser Stadthaus»

Kreuzlingen – Der Kreuzlinger Stadtrat steht geschlossen hinter dem Projekt neues Stadthaus. In unserer neuen Serie, die auf der Stadtseite erschienen ist, argumentieren die Stadträtinnen und Stadträte für ein die Stadtentwicklung nachhaltig bestimmendes Projekt.

Den zweiten Teil schrieb Stadträtin Barbara Kern.

Zugang für alle
Der Besuch der vier städtischen Verwaltungsgebäude erfordert körperliche Fitness. Nicht zwingend müssen Sie auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sein, auch mit Gehstöcken wird das Erklimmen der Stockwerke zu einem wahren Konditionslauf, insbesondere für ältere Personen. Da sie häufig auch unter Herzkreislauferkrankungen leiden, sprechen sie oft völlig ausgepumpt an den jeweiligen Schaltern vor. Mangels Sitzgelegenheiten auf den Stockwerketagen können sie nicht einmal eine Verschnaufpause einlegen.
Personen im Rollstuhl bleibt der Zugang sowohl in die oberen Stockwerke unserer Verwaltungsgebäude mangels Lift, als auch in die Besprechungszimmer aufgrund der Türbreite verwehrt, sodass persönliche Gespräche im Treppenhaus oder Korridor geführt werden müssen.
Diskretion ist neben einem barrierefreien Zugang jedoch eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine moderne, bürgernahe Verwaltung. Auch verlangt der Gesetzgeber, dass jeder Bürger und jede Bürgerin gleichberechtigt Zugang zum Service Public haben muss. Diese Forderung erfüllt heute keines der vier Verwaltungsgebäude und verunmöglicht zudem die Anstellung von Mitarbeitenden mit einer körperlichen Beeinträchtigung.
Diese Verhältnisse sind unserer Stadt unwürdig. Kurze, barrierefreie Wege sind – auch von Gesetzes wegen – die Voraussetzung für eine moderne und effiziente Verwaltung. Mit einem JA zum neuen Stadthaus sagen Sie auch JA zu einer zeitgemässen Infrastruktur und damit JA zu einem hindernisfreien Zugang ins Stadthaus für alle.

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