/// Rubrik: Leserbriefe

Das Märchen vom sauberen Schweizer Atomstrom

Leserbrief – Die Initiativgegner argumentieren häufig mit dem sauberen Atomstrom und einer drohenden Abhängigkeit von ausländischen «Dreckstrom»-Produzenten. Beide Argumente sind realitätsfern, Atomstrom ist weder sauber, noch kann er auslandsunabhängig produziert werden. (Nina Schläfli, Kantonsrätin, Präsidentin SP Thurgau, Kreuzlingen)

(Bild: pixelio)

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Grund dafür ist der Rohstoff Uran, eine Ressource, die in der Schweiz nicht vorkommt und deswegen zum Beispiel aus Russland oder Kanada importiert werden muss. Uran wird unter miserablen und folgenreichen Bedingungen für lokale Bevölkerungen, Minenarbeiter und die Umwelt abgebaut. Betrachtet man die gesamte Produktionskette, also vom zunehmend energieintensiveren Abbau bis zur immer noch ungeklärten Atommüllentsorgung, produziert Atomstrom viel mehr CO2, als häufig ausgewiesen. Und: Die Abhängigkeit vom Ausland kann dank dem Verzicht auf Uran und den Betrieb von AKWs sogar sinken, wenn die Produktionsausfälle durch Energieeffizienzmassnahmen und den Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort aufgefangen werden.

Ich stimme deshalb am 27. November für eine sichere, ökologisch und sozial nachhaltige Stromproduktion und somit JA zum geordneten Atomausstieg.

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