/// Rubrik: Leserbriefe

Camping Fischerhaus

Leserbrief – Die Campingplätze am Bodensee sind keine Bereicherung der Landschaft. Der Campingplatz·Fischerhaus ist eher eine Ausnahme, seine störendsten Behausungen längs des Seeweges mussten nun dank der Renaturierung des Kogenbaches entfernt werden. (Emil Heeb, alt Stadtammann, Kreuzlingen)

Symbolbild. (Bild: Archiv)

Symbolbild. (Bild: Archiv)

Um solche Bauten zu vemindern, mussten die Wohnwagen früher im Herbst entfernt und durften erst im Frühling wieder aufgestellt werden. Welche Auswirkungen unser Beschluss, kunftig darauf zu verzichten, haben würde, haben wir nicht vorausgesehen. Die Dauermieter ergänzten ihren Wohnwagen innen und aussen. Heute verfügen die Wohnwagen über einen Anschluss für Elektrisch und für Wasser. Nun soll auch noch ein Anschluss fur Abwasser gemacht werden. Praktisch handelt es sich heute um sehr einfache Ferienwohnungen, Statt Baurechtszins oder Miete ist eine jährliche Liegeplatzgebühr zu entrichten. Um Durchreisenden oder Ferien-Campern weiterhin einen Platz geben zu können, musste die Zahl der Dauermieter beschränkt werden. Da stellt sich die Frage: Wäre es nicht sinnvoll, hier das Land für ein Rekadörfchen zu nutzen, statt weiteres grünes Land am Ufer zu überbauen?

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2 thoughts on “Camping Fischerhaus

  1. Bruno Neidhart

    Auf dem Gelände im Osten des „Hörnli-Bades“, das mit der „Reka-Idee“ eigentlich mal vergesellschaftet war, verspricht die Stadt in ungefähr 10 Jahren mit der Verlegung der Fussball-Sportplätze vom Klein Venedig zu beginnen, da eine Anlage dieser Plätze im „Töbeli“ („konschtanzerisch Döbele“) nach einer Abmachung mit der Nachbarstadt, die ja bekanntlich Einfluss auf dieses Gelände nehmen darf, nicht mehr angestrebt wird. Dort ist zukünftig nur noch eine bescheidene Erweiterung für die Bedürfnisse des hier beheimateten AS Calcio vorgesehen.
    Im Zusammenhang mit der Verlegung der Fussballplätze auch interessant (Internet): „portenos kreuzlingen“ – stichwort „seezelg“ eingeben! Nicht aufregen: Eine rein private Studie. Nur als Anregung!

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  2. Ploerer Sven

    Da meine Eltern seit etwa 45 Jahren auf dem besagten Campinglatz einen Standplatz haben, habe ich die Entwicklung von Kreuzlingen, natürlich besonders um den Campingplatz, miterlebt. Ich mag mich erinnern dass in den 70er Jahren noch viel Grün zu finden war, wo heute Industrie, ein Einkaufszentrum und ähnliches stehen. Auch der grosse Yachthafen gab es damals noch nicht! Wenn ich den Leserbrief von Emil Heeb
    etwas analysiere, frage ich mich, ob da nicht auch etwas Neid auf die Camper zu spüren ist. Anschluss für Elektrisch gab es schon immer; dass das Wasser (Frisch.- wie Abwasser) nicht mehr in Kanistern hin und her getragen werden muss, ist auch wohl der immer älter werdenden Stammplatz Campierer geschuldet. Mit den Annehmlichkeiten steigt ich die Platzmiete. Angesichts des Bau Wahn der letzten 30 Jahren im Gebiet des Campingplatzes finde ich es nicht in Ordnung, dass hier – wenn ich in anderen Worten – von „Landschaftsverschandelung“ gesprochen wird.

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