/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Demokratie nicht fürchten

Leserbrief – Klare Gedanken in einfache Worte zu fassen: Das dürfte ein wesentlicher Auftrag guter Bildung auf allen Stufen sein. (Peter Dransfeld, Kantonsrat, Ermatingen)

Symbolbild. (Bild: Archiv)

Symbolbild. (Bild: Archiv)

Ein Auftrag, der zunehmend, nicht nur in der Schweiz, durch Bildungsreformen und aufwändige Theorien in Bedrängnis gerät. Wollen wir Lehrerinnen und Lehrer als mündige, selbständig und kritisch denkende Menschen ernst nehmen, wollen wir Kinder und Jugendliche zu ebensolchen Menschen erziehen, dann sind wir gut beraten, Reformen wie dem Lehrplan 21 mit kritischer Distanz zu begegnen. Dies erst recht, wenn solche Werke mit missionarischem Eifer, Macht, Geld und Druck bis hin zu Denk- und Redeverboten als neue Heilslehre gepriesen werden. Im Gegensatz zur Grossbaustelle LP21, der alleine den Kanton 5 Millionen Franken kostet (und deren Scheitern der Regierungsrat mittlerweile erkannt haben dürfte), soll ein fortschrittlicher Lehrplan schlank, klar und offen sein, wertvolle Vorarbeit würdigen, eine offene Denkkultur fördern und die Kantone näher bringen. Ein solcher Lehrplan muss die Demokratie nicht fürchten und er wird den Menschen, auch den Schwächsten, näher sein als der grauen Theorie. Ein Ja zur Initiative für eine gute Schule bietet die Chance dazu.

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