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Ein Abend mit Neil Young

Konstanz – Am 28. Oktober ist am Stadttheater Premiere des musikalischen Stücks «I’m glad I found you». Ein fröhlicher Theaterabend steht bevor!

Ingo Biermann als Neil Young in der Konstanzer Fussgängerzone. (Bild: Ilja Mess/Theater)

Ingo Biermann als Neil Young in der Konstanzer Fussgängerzone. (Bild: Ilja Mess/Theater)

Wer sich durch die bisherige Kost der Spielzeit gebissen hat, wird nun mit einer Cocktailkirsche belohnt: Wulf Twiehaus bringt auch in dieser Saison wieder einen musikalischen Abend auf die Bühne. Nach Erfolgsproduktionen wie der Dreigroschenoper oder Johnny Cash wird nun Neil Young inszeniert. Dies geschieht durch eine Mischung aus Musik und Literatur. Dramaturgische Grundlage ist «Das Buch der von Neil Young Getöteten» von Navid Kermani, der am 22. November im Stadttheater aus seinem neusten Bestseller «Sozusagen Paris» lesen wird. Twiehaus schickte einen langen Brief an Kermani, in welchem er die Pläne für die Inszenierung darlegte und die Rechte des Buches anfragte. Zurück kam eine Postkarte mit einem tanzenden Schamanen und dem Okay des Autors. In seinem Roman über Neil Young beschreibt dieser einen jungen Vater, dem die Musik dabei hilft, sein Neugeborenes in den Schlaf zu wiegen. Dies wird zu einer grossen Metapher aufgezogen: Es geht um den Verlust von der Geborgenheit im Mutterleib, um die Sehnsucht nach einem Ort, den es nicht gibt, zurück in eine Vergangenheit, die erloschen ist. Hierbei tragen die Songs durch die Erzählung. Die poetischen Texte der Songs wiederum bieten mehr als reine Lagerfeuerromantik und gehen in philosophische Tiefen, wenn man sich näher mit der Figur des kanadischen Kult-Musikers beschäftigt. Dies wird die Aufgabe des Schauspielers Ingo Biermann, der noch ein paar extra Gitarrenstunden nehmen musste. Diese gab Stefan Gansewig, der die musikalische Leitung des Stücks inne hat. Zusammen mit Biermann rockte er am vergangenen Samstag die Fussgängerzone von Konstanz. Zahlreiche Passanten liessen sich in den Bann ziehen und spätestens zu «Hey hey, my, my. Rock and roll can never die» tanzten die ersten in den Strassen mit und waren von der Aktion des Theaters begeistert.

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