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Zug eine zu hohe Cup-Hürde

Handball – Erwartungsgemäss sind die Frauen des HSC Kreuzlingen im Schweizer Cup ausgeschieden. Sie unterlagen im SPL1-Duell dem Tabellendritten LK Zug diskussionslos mit 27:40 (14:23).

Das Cup-Wunder in den 1/16-Finals gegen die deutlich höher eingestuften Zugerinnen geriet schon früh ausser Reichweite. Zwar starteten die Thurgauerinnen keck und gingen in der 6. Minute sogar erstmals mit 5:4 in Führung, doch mit einer Tempoverschärfung und einem resultatmässigen Zwischensprint auf 6:11 zeigten die Gäste ihre Entschlossenheit auf, in der Egelseehalle nichts anbrennen zu lassen. Häufig wurde das Team von Gabor Fülöp mit schnell ausgeführten Anspielen überrumpelt. So erstickte Zug jegliche Ambitionen des Aussenseiters nach einem Torerfolg gleich wieder im Keime. Da nützte es auch wenig, dass Fülöp seine ersten beiden Torhüterinnen rasch wieder auf die Bank zurückbeorderte und Andjela Roganovic eine Bewährungschance gab. Die erst 17-Jährige avancierte zwar zur besten Kreuzlingerin, konnte aber ebenfalls nicht verhindern, dass Zug bis zur Pause wegweisend auf 14:23 davonzog. Vor allem Ria Estermann war kaum zu bremsen, erzielte sie doch alleine in der ersten Halbzeit sieben Treffer für die Gäste.

Nach dem Seitenwechsel begann Kreuzlingen erneut stark und verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich auf 19:24 (38.). In dieser Phase agierte Zug allerdings primär mit der zweiten Garnitur. Nachdem Nationalspielerin und SPL1-Topscorerin Sibylle Scherer wieder aufs Feld zurückkehrte, war es schnell um die Einheimischen geschehen. Bis zur 48. Minute wuchs Zugs Vorsprung wieder auf zehn Treffer an. Der Rest war nurmehr Pflichtprogramm für die in allen Belangen überlegenen Innerschweizerinnen.

(Archivbild: Gaccioli)

(Archivbild: Gaccioli)

Auch Lichtblicke
Der Unterschied zwischen dem Topteam aus Zug und den Aufsteigerinnen vom Bodensee war an diesem Abend beträchtlich. Deutlicher als noch bei der 20:25-Niederlage des HSCK zum Meisterschaftsauftakt. Insbesondere athletisch waren die Innerschweizerinnen mindestens eine Klasse besser. Bei Kreuzlingen gab es trotz der klaren Niederlage aber auch den einen oder anderen personellen Lichtblick, zu denen Kreisläuferin Jennifer Grathwohl und – zumindest in der ersten Halbzeit – auch Selina Weidmann gehörten. Ebenso zu erwähnen gilt es die gute Leistung von Torfrau Andjela Roganovic, der zehn Paraden gelangen und die zudem einen Penalty von Liga-Topscorerin Sibylle Scherer abwehrte. Erfreulich war weiter der erste Pflichtspieltreffer der erst 15-jährigen Janice Veit aus dem eigenen Nachwuchs, das Comeback von Flügelspielerin Anina Veit nach langer Verletzungspause sowie die Erkenntnis, dass Neuzuzug Carmen Siller auf gutem Weg ist, die erhoffte Verstärkung zu werden.

Heimspiel gegen Leader
Am nächsten Samstag, 16 Uhr, geht es für den HSC Kreuzlingen in der SPL1-Meisterschaft mit dem Heimspiel gegen SPONO EAGLES weiter. Die Nottwilerinnen sind derzeit das Mass aller Dinge im Schweizer Frauenhandball. 10:0 Punkte und 162:97 Tore sprechen eine deutliche Sprache. Für das Team von Gabor Fülöp wird es primär darum gehen, sich einigermassen achtbar aus der Affäre zu ziehen. Für einen Punktgewinn gegen die mit vier Nationalspielerinnen bestückten Adler bräuchte es wohl mehr als nur ein kleines Handballwunder.

 

 

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