/// Rubrik: Artikel | Kultur | Topaktuell

Alles rund um den Apfel

Kreuzlingen – Was haben Adam und Eva, Wilhelm Tell und Friedrich Schiller gemeinsam? Genau! Alle haben einen Bezug zum Apfel. Um dieses vielseitige Thema dreht sich nun eine Ausstellung im Museum Rosenegg. Vernissage ist am 28. Oktober um 18 Uhr.

Heidi Hofstetter ist begeistert von der Vielfalt des Apfels. (Bild: vf)

«Der Apfel ist eine Rose.» Mit diesem Satz beginnt die Ausstellung und das ist die erste Information, die für viele wahrscheinlich überraschend ist. Der Apfel als Kernobstgewächs entstammt der Familie der Rosengewächse – zu sehen ist dies an der Blüte. «Damit passt das Thema der Ausstellung doch perfekt in das Museum Rosenegg», freut sich die Leiterin Heidi Hofstetter. Es ist die letzte Sonderausstellung in diesem Jahr. Übernommen wurde sie vom Naturmuseum Frauenfeld. «Es ist immer wieder eine Freude, wenn man so zusammenarbeiten kann und eine solche Unterstützung erfährt», so Hofstetter weiter. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung wird deutlich, was damit gemeint ist. Sehr aufwendig und bunt aufgefächert wird der Apfel präsentiert. Von der sprachlichen Vielfalt, über die Bedeutung des Baumes als Lebensraum und Nahrungsgeber, bis hin zum kulturellen Symbol und Konsumgut. Ebenso vielfältig sind die Formen der Darstellung. Es gibt Bücherecken und ein Labor, Schaukästen, ein Fliessband mit Informationen und Liegestühle, die einladen zum Verweilen unter einem Apfelbaum. Sogar 5700 Jahre alte Äpfel, die in Asche konserviert in den Pfahlbauten gefunden wurden, können betrachtet werden. Ob deren Duft auch so eine betörende Wirkung hat, wie sie Friedrich Schiller den Äpfeln, die in dessen Schreibtischschublade faulten, zuschrieb? Die interaktive Ausstellung ist für jederman eine Bereicherung. Natürlich gibt es auch wieder ein Rahmenprogramm mit Süssmosten am 2. November in Altnau, einem Apfel-Buffet am 6. November und einem Vortrag am 9. November im Rosenegg. Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf der Homepage des Museums: www.museumrosenegg.ch. Und ein kleiner Tipp für Ausstellungsbesucher: Auf jeden Fall sollte man sich einen Apfel in die Tasche stecken. Auf diesen hat man nämlich nach dem Besuch im Rosenegg so richtig Lust!

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.