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Ausreisezentrum Kreuzlingen

Kreuzlingen – AGATHU/«Fremde & Wir» informiert zu den Folgen der Asylgesetzrevision für Kreuzlingen. Die Referentin heisst Denise Graf und ist Flüchtlingskoordinatorin von Amnesty International Schweiz. Im Anschluss: Der mehrfach ausgezeichnete Spielfilm «Die Bürgschaft».

Filmszene aus "Die Bürgschaft". (Bild: zvg)

Filmszene aus «Die Bürgschaft». (Bild: zvg)

Das Ja zur Asylgesetzrevision am 5. Juni 2016 hat ganz konkrete Folgen für Kreuzlingen: Geplant ist ein Ausreisezentrum anstelle des heutigen  Empfangs- und Verfahrenszentrums zur Erstaufnahme von Flüchtlingen. Ziel der Asylgesetzrevision ist die Beschleunigung der Asylverfahren. Die Asylsuchenden sollen neu für die ganze Dauer des eigentlichen Verfahrens in Verfahrenszentren untergebracht sein. In Ausreisezentren kommen dann vor allem diejenigen unter, bei denen gemäss Dublin-Abkommen abgeklärt wird, welcher europäische Staat für das Asylgesuch zuständig ist. Ausserdem werden es Asylsuchende sein, deren Gesuch letztinstanzlich abgelehnt wurde oder die eine Beschwerde eingereicht haben. Die Umsetzung der Asylgesetzrevision wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Noch ist nichts spruchreif, so ist es auch noch nicht definitiv, ob es in Kreuzlingen wirklich ein Ausreisezentrum oder doch ein Verfahrenszentrum geben wird.

Wir möchten frühzeitig über den Stand der Dinge informieren und Fragen zu den möglichen Folgen stellen: Was bedeuten diese Änderungen für Kreuzlingen und für die Freiwilligenarbeit? Wie kann die neue Situation möglichst gut gestaltet werden? Wir sprechen darüber mit Denise Graf, Asylexpertin bei Amnesty Schweiz.

Der kurze Spielfilm «Die Bürgschaft» erzählt mit Schillers gleichnamiger Ballade über die Freundschaft ein Drama unserer Zeit. Zwei Flüchtlingsmädchen tauschen für einen Tag ihre Identität, damit die Ältere vor ihrer Abschiebung ein letztes Mal ihren Liebsten sehen kann. Doch wird sie rechtzeitig zurück sein oder wird die treue Freundin an ihrer Stelle ausgeflogen? Zum Gespräch nach dem Film dürfen wir Regisseurin Kerstin Höckel aus Berlin begrüssen.

Eintritt frei, Kollekte.

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