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Zwei Ausrufezeichen fürs neue Stadthaus

Kreuzlingen - Im September berichteten wir über das Pro-Komitee zum geplanten Stadthaus. Dieses erfuhr in der Zwischenzeit regen Zulauf, über 100 Unterstützer sind schon an Bord. Deswegen haben die Verantwortlichen nun einen Verein gegründet. Mittlerweile hängen schon Plakate in der Stadt, Flyer werden verteilt.

Nationalrat Christian Lohr und Unterstützer haben am?Freitag die Pro-Kampagne Stadthaus vorgestellt.(Bild: sb)

Nationalrat Christian Lohr und Unterstützer haben am?Freitag die Pro-Kampagne Stadthaus vorgestellt. (Bild: sb)

Der Verein «Lebendiges Kreuzlingen» hat den Abstimmungskampf eröffnet. Am vergangenen Freitag stellten die Befürworter des neuen Stadthauses ihre Kampagne vor. Allen voran Nationalrat Christian Lohr. «Die Unterstützergruppe setzt sich aus Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Herkunft und politischer Couleur zusammen», sagte er. «Wir unterstützen das Projekt aus Überzeugung, unabhängig von der öffentlichen Hand. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.»

Die Werbemittel überzeugen durch fröhliche Farben, eindrückliche Symbolik und einen griffigen Slogan. «Zämecho!» ruft es den Stimmberechtigten von Flyern und Plakaten entgegen – mit zwei dicken, grossen Ausrufezeichen. «In diesem ‹Zusammenkommen›› werden drei Dinge symbolisiert: die Zentralisierung der Verwaltung, die Verbindung zur Pädagogischen Hochschule und die neu gestaltete Festwiese als Treffpunkt der Bevölkerung», erklärte Monica Müller, Chefin der Chocolat Bernrain, die positive Aussage der Kampagne.

Neues Stadthaus – viele Vorteile
AGV-Präsident Jürg Kocherhans, Schulpräsident René Zweifel und Architekt Christian Witzig skizzierten an deren Vorstellung kurz die Vorteile des neuen, zentralen Verwaltungsgebäudes: Hindernisfreiheit für alle, räumliche Nähe zur Schulverwaltung, Schaffung einer grünen Mitte, Zentralisierung der bisherigen Stellen, gute Finanzierbarkeit, Nachhaltigkeit und architektonisch rücksichtsvoller Umgang mit der Lage vor St. Ulrich.

«Wir schaffen einen neuen Ortskern, so wie er in historisch gewachsenen Städten anzutreffen ist: Umrahmt von einer Kirche, einem Verwaltungsgebäude sowie Gastronomie und Geschäften», betonte Architekt Witzig als Fachmann den Impuls des Projekts für die Stadtentwicklung.

Der Verein «Lebendiges Kreuzlingen» möchte vollen Einsatz zeigen für das neue Stadthaus. Etliche Briefe wurden versandt, mit stetig wachsendem, positivem Feedback. Schon über 100 Sympathisanten haben ihre Unterschrift geleistet, teilte Nationalrat Lohr mit. «Wir werden das persönliche Gespräch suchen und unsere Argumente darlegen, wo es geht», sagte er. Über einen Facebookauftritt und Leserbriefe wolle man das Volk erreichen. Am Dreispitz-Jubiläum informiert der Verein mit einem Stand.

Obwohl es keine öffentliche Opposition gebe, rechnen die Unterstützer des Stadthauses nicht damit, einen Spaziergang vor sich zu haben. «Es braucht jede Stimme», sind sie sich sicher. «Das wird nicht einfach.»

Die Abstimmung findet am 27. November statt, in diesen Tagen werden die Abstimmungsunterlagen versandt.

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