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Ein Zentrum im Zentrum

Kreuzlingen – Seit zehn Jahren steht der markante rote Bau des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) neben dem Schulhaus Wehrli. Zehn gelebte Jahre der integrativen Sonderschule. Morgen Samstag wird dieses Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Elisabeth Stickl, Leiterin Sonderschulheim Ekkharthof und Jürg Bregenzer, Vorsitzender der Institutionsleitung Ekkharthof, in einem der Klassenzimmer im HPZ mit Blick auf die gemeinsame Wehrli-Spielwiese. (Bild: ek)

Elisabeth Stickl, Leiterin Sonderschulheim Ekkharthof und Jürg Bregenzer, Vorsitzender der Institutionsleitung Ekkharthof, in einem der Klassenzimmer im HPZ mit Blick auf die gemeinsame Wehrli-Spielwiese. (Bild: ek)

«Eltern sind selten glücklich darüber, wenn ihr Kind in eine Sonderschule muss», sagt Jürg Bregenzer, Vorsitzender der Institutionsleitung Ekkharthof. Einer der Gründe, warum vor über zehn Jahren beschlossen wurde, den rot leuchtenden Kubus des heilpädagogischen Kompetenzzentrums mitten im Herzen von Kreuzlingen zu platzieren. An ihrem Hauptstandort in Lengwil werden schon seit 40 Jahren Kinder mit einer geistigen Behinderung unterrichtet. Als die Schülerzahlen stetig anstiegen und der Standort auf dem Land sich nicht für alle Familien als ideal erwies, wurde der Neubau beschlossen. Auch mit dem Hintergedanken, dem gesellschaftlichen Integrationsanspruch für Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf gerecht zur werden. «Weg von der Ausgrenzung, hin zur Normalität», erklärt Bregenzer.

Er leitete das HPZ anfangs und stiess die Zusammenarbeit mit dem Primarschulhaus Wehrli an und suchte das Gespräch mit der Pädagogischen Hochschule. Der damalige Schulpräsident Jürg Schenkel vermittelte der Baukommission das Grundstück an der Schützenstrasse 17. Ein Standort, der sich bewährt hat. Heute toben alle Kinder zusammen auf der Wehrliwiese und es finden regelmässig treffen mit Fachkräften der PHTG statt.

Die rote Schule
Elisabeth Stickl hat mittlerweile die Leitung der Sonderschulen übernommen und den Integrationsprozess weiter vorangetrieben. «Heute kommen unsere Sonderschullehrer auch in die Schulklassen der umliegenden Gemeinden», erzählt sie. Zudem erhalten 23 Schülerinnen und Schüler im HPZ Kreuzlingen angepassten Unterricht, individuelle Therapien und spezifische Förderangebote.

Zusammen mit dem Wehrli gibt  es eine Tandemklasse. Gemeinsame Singprojekte bringt die Kinder auch neben dem Unterricht in Berührung miteinander. Und die Einrichtung ist sogar bei den Eltern akzeptiert . «Für die Kinder ist es sowieso nur die rote Schule», lacht Stickl. Einen Einblick in die Entstehung des speziellen Baus und die therapeutischen Angebote gibt es zum Jubiläum am Samstag, 29. Oktober von 10 bis 17 Uhr.

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