/// Rubrik: Leserbriefe

Ein strategischer Fehler

Leserbrief – Einige Stimmbürger mögen ihre Meinung schon definitiv gemacht und auch den Stimmzettel schon abgegeben haben, das hindert mich aber nicht, nochmals eindrücklich darauf hinzuweisen, dass der hier gewählte Standort nicht so ideal ist wie er dargestellt wird. (Ado Trautmann, Kreuzlingen)

(Bild: archiv)

(Bild: archiv)

Ich führe drei Hauptpunkte auf die gegen den gewählten Standort sprechen. Erstens: der fast sträfliche Landverschleiss. Gemäss den publizierten Zahlen ergibt sich bei der gewählten  Bauweise eine Nutzung von nur 0,737 m² Bürofläche pro m² überbaute Grundfläche, ein privater Unternehmer könnte sich einen derart niedrigen Nutzungsfaktor  für ein reines Bürogebäude nicht leisten. Zweitens: Es sollte einfach nicht sein, dass eine Behörde das auf Stadtgebiet nur noch spärlich vorhandene Grün überbaut, nur weil es im gültigen Zonenplan so vorgesehen ist. Das heisst ja nicht, dass es auch so gemacht werden muss, es ist ein KANN und kein MUSS. Die hier überbaute Grünfläche würde auch einer damit erweiterten Festwiese gut anstehen. Drittens: Ich bezeichne diesen Standort als strategisch falsch, weil er der Stadtentwicklung im eigentlichen Zentrum nicht dient. Der Standort liegt fast isoliert ausserhalb der eigentlichen City und die mehr als 5000 Besucher des Stadthauses werden nicht wie bisher über den Boulevard zu ihrem Ziel gelangen sondern parkieren in der Tiefgarage, erledigen ihre Geschäfte und fahren wieder weg. Diese Besucher werden auf dem Boulevard fehlen und fördern eher noch den weiteren Niedergang desselben. Ein Standort im Bereich der Marktstrasse mag einige Nachteile beinhalten, aber für die Entwicklung und Förderung der Zentrumsaktivitäten wäre er bei weitem besser. Und wenn für diesen Bereich schon die Erstellung eines Gestaltungsplans für eine City-Zone vorgesehen ist, warum nicht mit einem integrierten markanten Stadthaus als Hoch haus? Leider steht dem Stimmbürger keine Alternative zur Verfügung, und es bleibt ihm nur ein Nein an der Urne.

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