/// Rubrik: Leserbriefe

Nein zum Stadthaus

Leserbrief – Mich ärgert, dass ich dem vorgeschlagenen neuen Verwaltungsgebäude nicht zustimmen kann. Auch in einem solchen Fall meine Meinung zu äussern, gehört für mich zur Demokratie. (Emil Heeb, Kreuzlingen)

(Bild: archiv)

(Bild: archiv)

Verdichtet bauen, möglichst viel Grünfläche erhalten! Und wir bauen ein 110 Meter langes, zweistöckiges Gebäude auf die Festwiese! Stadtverwaltung und Schule, das passt nicht so recht zusammen. Wenn hier gebaut werden darf, wäre städtebaulich vernünftig, hier bei Schulen, Sportanlagen und der Warmwasserfassung den Platz für den Bau eines Hallenbades mit vernünftiger Grösse von 50 Meter Länge zu reservieren. Das Stadthaus mitten in der Stadt, an die Hauptstrasse! Die Voraussetzungen sind günstig: Zwischen der Hauptstrasse und der Sonnenstrasse kann nicht nach der Regelbauweise gebaut werden. Der Erlass eines Gestaltungsplanes ist zwingend. In einem Gestaltungsplan kann von der Regelbauweise abgewichen werden, wenn dadurch gesamthaft eine bessere Siedlungsgestaltung erzielt wird und diese im öffentlichen Interesse liegt. Im Gestaltungsplan kann die Lage, Grösse und Gestaltung der Bauten und Anlagen sowie Art und Mass ihrer Nutzung festgelegt werden. Eine Landumlegung ist möglich. Bei den bestehenden Liegenschaften am Sonnenweg und der Sonnenstrasse sind höchstens geringfügige Korrektur der Grundstückgrenze nötig, aber keinerlei weitere Massnahmen. Die grössten Grundeigentümer sind die Stadt und die Erben Haldimann. Auf deren Land stehen praktisch nur Abbruchgebäude. Problematisch ist einzig die Nachbarliegenschaft des Stadthauses .Wenn man hier, an der Hauptstrasse, ein attraktives Stadthaus mit Eingang und Zufahrt zu den Tiefgaragen bauen möchte, müsste es ganz oder teilweise abgebrochen werden. Leider müssten zwei sehr gute Ladengeschäfte an einen andern Ort verlegt oder aufgegeben werden. Das Haus müsste von der Stadt erworben werden. Eigentümer der Liegenschaft ist ein ehemaliger Kreuzlinger, der heute in Paris eines der renommiertesten Planungs- und Architekturbüros führt. Er hat auch in Kreuzlingen im Auftrag der Stadt eine sehr gute Planung vorgelegt, die aber leider nie ausgeführt werden konnte.

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