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Pro Velo begrüsst Neugestaltung Romanshornerstrasse

Kreuzlingen – Am 10. November ist das Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) Romanshornerstrasse im Kreuzlinger Gemeinderat traktandiert. Pro Velo Thurgau befürwortet die Pläne des Stadtrats, erwartet aber gleichzeitig eine kontroverse Debatte. Aus diesem Grund hat sie diese Woche in einem Schreiben an die Gemeinderäte erklärt, weshalb der Verzicht auf Radwege und Radstreifen zu begrüssen ist.

Pro Velo erklärt, warum die Romanshornerstrasse ohne Fahrradstreifen für Velofahrer sicherer wäre. (Bild: sb)

Pro Velo erklärt, warum die Romanshornerstrasse ohne Fahrradstreifen für Velofahrer sicherer wäre. (Bild: sb)

Die Neugestaltung der Romanshornerstrasse ist nicht nur für Anwohnerinnen und Anwohner wegweisend, sondern auch für die übrigen Kantonsstrassen im Kreuzlinger Strassennetz. Sie bedeutet eine Abkehr vom bisherigen System mit den Radwegen auf den Trottoiren. Diese haben sich in der Praxis wegen den Ein- und Ausfahrten als Sicherheitsrisiko herausgestellt und führen zu allerlei Konflikten zwischen Fussgängern und Velofahrenden. Das BGK bedeutet auch deshalb einen Umbruch, weil die neuesten Erkenntnisse der Verkehrsfachleute berücksichtigt wurden. Studien und Erfahrungen aus anderen Städten zeigen klar auf, dass innerorts das Miteinander des motorisierten Verkehrs und den Velofahrenden in punkto Sicherheit zu bevorzugen ist.

Der Verzicht auf Radstreifen ist ebenso zu begrüssen, weil diese bei der jetzigen Strassenbreite zu schmal ausfallen würden. Das würde zu knappen und riskanten Überholmanövern führen und die Velofahrenden an den Strassenrand drängen, wo Gefahren wie Abfälle oder rutschige Schachtdeckeln lauern. Gemäss dem kantonalen Langsamverkehrskonzept, das zurzeit in der Vernehmlassung ist, wird auf Kantonsstrassen so oder so inskünftig die Mindestbreite von Radstreifen 1,5 Meter betragen. Für die Einrichtung von Radstreifen auf der Romanshornerstrasse wäre deshalb eine Fahrbahnverbreiterung auf neun Meter erforderlich. Dies hätte jedoch eine grössere Trennwirkung der Strasse zur Folge, würde dem Fussverkehr Platz rauben und gestalterische Elemente wie Bäume und Rabatten verunmöglichen. Zudem wäre mit Beiträgen aus dem Agglomerationsprogramm kaum zu rechnen, da sich gegenüber der heutigen Situation für die Wohn- und Aufenthaltsqualität nichts verändern würde. Die Stadt Kreuzlingen müsste selbst für alle Kosten der ohnehin notwendigen Sanierung aufkommen.

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