/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

Über die Geisterstunde

Kreuzlingen – Am Mittwoch, 16. November, hält Ulrich Büttner, Historiker, Stadtführer und Nachtwächter von Konstanz, um 18 Uhr einen Vortrag im Stucksaal Rosenegg zum Thema «Geschichte der Dunkelheit».

Ulrich Büttner. (Bild: Archiv)

Ulrich Büttner. (Bild: Archiv)

Die Geschichte der Dunkelheit –der Umgang mit der Nacht in früheren Jahrhunderten: Schon immer gab es Menschen, die sich vor der Nacht – genauer vor der Dunkelheit – fürchteten. In früheren Jahrhunderten, als es noch keine Strassenbeleuchtung in den Städten gab, war diese Angst noch viel ausgeprägter als in unseren modernen, manchmal schon «lichtverschmutzten» Nächten. Bis weit in das 19., bisweilen in das 20. Jahrhundert hinein, waren die meisten Menschen davon überzeugt, dass die sonnenfernen Stunden auch die gottesfernen Stunden seien. Die Nacht war bevölkert von teuflischen Kreaturen der Finsternis, von Geistern und Dämonen, die die Menschen bedrohten. Noch heute spricht man meist scherzhaft von der Geisterstunde zwischen Mitternacht und 1 Uhr, einem sprachlichen Relikt aus alter Zeit. Dabei hatte (und hat) man nicht nur Angst vor übernatürlicher Gefahr, bekanntlich ist die Kriminalitätsrate in der Nacht viel höher als am Tag – eine Grundkonstante menschlicher Gesellschaften. Der Vortrag spürt dem Phänomen «Nacht» in der Geschichte Europas nach und beleuchtet sowohl längst vergangenen Aberglauben als auch den modernen Umgang mit den dunklen Stunden. Seien Sie gespannt und erfahren Sie mehr über die Nacht!

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.