/// Rubrik: Leserbriefe

Dreckstrom zu zwei Cent

Leserbrief – Die Stromkonzerne in der Schweiz beklagen den billigen Strom aus Europa, der die Wasserkraftwerke, in der Schweiz zu unrentablen Stromproduktionsanlagen macht, bitten um Subventionen für diese und sollen sie auch bekommen? (Jost Rüegg, Kreuzlingen)

Symbolbild. (Bild: Archiv)

Symbolbild. (Bild: Archiv)

Der Steuerzahler zahlt dafür. Die Schweiz verfolgt heute eine völlig falsche Strompolitik. Die Stromimporteure der Schweiz beziehen heute hochsubventionierten Dreckstrom aus Kohlekraftwerken in Europa für zwei Cent, nicht etwa Solar- oder Windstrom, wie immer wieder behauptet wird. Sie jammern gleichzeitig, dass sie die Wasserkraftwerke in der Schweiz deshalb nicht mehr rentabel betreiben können. Mit einem Ja am 27. November zu einem geordneten Atomausstieg aus der Atomenergie und mit dem Import von nur noch CO2-freiem Strom aus erneuerbaren Quellen, würde der Strompreis in der Schweiz wohl eher wieder auf ca. sechs Rp pro kWh ansteigen. Selbst NR Jean-François Rime von der SVP ist der Meinung, dass ein Strompreis in der Schweiz in diesem Bereich kein Problem für die Schweizer Wirtschaft darstellt, weil der Anteil der Stromrechnung an den Gesamtkosten eines Betriebes viel zu gering ist, als dass er so zum Problem werden könnte. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen, die man aber ganz gezielt entlasten kann. Wo ist also das Problem?

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