/// Rubrik: Leserbriefe

Allen Leuten recht getan ist eine Kunst, die niemand kann!

Leserbrief – Die Ausmarchung um unser neues Stadthaus erinnert mich mehr und mehr an diese zeitlose Binsenwahrheit. (Hanspeter Schär, Kreuzlingen)

Das gute Recht, seine Meinung zu äussern, auch wenn sie gegen den Mainstream geht, sei selbstverständlich jedem unbenommen, denn sie ist ein hohes Gut, das ich ja diesen Moment auch in Anspruch nehme. Wenn wir allerdings in Sachen Stadthaus auf diese Art weitermachen, dass jeder seine «noch bessere» Lösung präsentiert und dafür das vorliegende Projekt torpediert, versteckt sich der Infoschalter unseres Stadthauses auch am St.Nimmerleinstag noch im «Schämdieggli». Er befindet sich nämlich im «anderthalbten» Stock unseres heutigen ehrwürdigen Stadthauses und ist nur über eine knarrende Holztreppe zu erreichen. Dieses Szenario erinnert mich immer stark an historische Filmsequenzen aus dem 18. Jahrhuntert, eine eindrückliche Visitenkarte!

(Bild: archiv)

(Bild: archiv)

Der Gemeinderat und speziell auch der neue Stadtrat Thomas Beringer machen sich nach längerem Prozess für dieses Projekt fast unisono stark. Es ist noch nicht lange her, dass der genannte Stadtrat, sowie mit Stichentscheid des Präsidenten, der halbe Gemeinderat dieses Projekt in Frage stellten. Es darf also mit Fug und Recht davon ausgegangen werden, dass diese Gremien bei der erneuten intensiven Auseinandersetzung mit dem Projekt und seinen zahlreichen Verbesserungsvorschlägen, je die Pro und Kontras aller Varianten ernsthaft und gewissenhaft geprüft haben. Wenn diese Verantwortlichen jetzt so klar zum Schluss kommen, dass der Standort wie auch dieses angepasste Projekt die Vorgaben am besten erfüllt und unserer Stadt am besten dient, habe ich Mühe mit den verschiedenen Einzeleinwänden, die zwar durchaus etwas an sich haben mögen, aber … (siehe Titel).

Wenn allerdings solche (sicher auch gut gemeinten Ideen) von verdienten ehemaligen Verantwortungsträgern stammen, finde ich das schon etwas «gschpässig»! Ich appelliere dafür, das Ganze zu sehen und sich nicht in Details zu verlieren. Auch ich stand früher der Idee, die Festwiese zu überbauen, sehr skeptisch gegenüber. Was die Architekten aber als Gesamtkonzept «Schlussstein» vorgeschlagen haben, hat mich von Beginn weg überzeugt. Neben der Erfüllung der klar ausgewiesenen Bedürfnisse einer den heutigen Notwendigkeiten angepassten, zentralisierten Verwaltung, wird ein repräsentativer Stadtplatz mit Tiefgarage geschaffen. Dieser Platz wird erst durch den grosszügigen aber schlichten Baukörper zusammen mit der Basilika St.Ulrich zu einer geschlossenen Einheit. Eine städtische Visitenkarte, auf die man stolz sein wird.

Als Urkreuzlinger lade ich alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger herzlich ein, diesem epochalen Bauwerk mit einer überzeugenden Mehrheit zum Durchbruch zu verhelfen. Wir können es uns leisten, wir brauchen es, also tun wir es!

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