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Stadtrat im Quartier Bodan

Kreuzlingen – Am Dienstag, 8. November, lud der Quartierverein Bodan zur Veranstaltung »Der Stadtrat kommt ins Quartier«, um über das aktuelle Geschehen im Stadteil zu informieren.

Paul Stähli (l.) und die drei referierenden Stadträte.(Bild: vf)

Paul Stähli (l.) und die drei referierenden Stadträte. (Bild: vf)

Um Informationen zu den aktuellen Stadtthemen zu erhalten sowie persönliche Anliegen oder Fragen vorzubringen, lud Quartiervereinspräsident Ueli Bührer zur Veranstaltung «Der Stadtrat kommt ins Quartier». Die Aula der Pestalozzischule war gut besucht, als Ernst Zülle, Thomas Behringer und Dorena Raggenbass Neuigkeiten aus den Bereichen Bau, Dienste und Kultur im Quartier Bodan präsentierten.

Velos und Busse bevorzugt
Stadtrat Zülle eröffnete den Abend mit einer Darstellung des Strassenumbaus. Vor allem die Pläne zur Neugestaltung der Romanshornerstrasse (wir berichteten) waren Inhalt für Fragen und Diskussionen. Eine Anwohnerin im Quartier berichtete, dass sie neulich eine Busfahrt abgebrochen habe, da diese länger zu dauern schien, als wenn sie die Strecke zu Fuss zurückgelegt hätte. Zülle bestätigte, dass hier ein Problem vorliegt und das Unterfangen an der Romanshornerstrasse diesem entgegenwirken soll: Dadurch, dass dem Bus künftig Vorrang gegeben wird, kann dieser nach Fahrplan fahren, seine Ziele pünktlich erreichen und stellt damit eine attraktive Alternative zum eigenen Auto dar. Ein anderer Bürger fragte, wo der Verkehr in Zukunft hin soll. Es gäbe keine alternative Route und die Autos können nicht ausweichen. Zülle bestätigte, dass das Verkehrsaufkommen in Zukunft ansteigen werde, wie eine Studie besagt. Es werde also vermehrt zu Stauungen kommen. Zülle plädiert daher für ein Umdenken – weg vom eigenen Fahrzeug, hin zum Velo oder zu öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem für Kurzstrecken. Wie der Gemeinderat das Projekt bewertet hat, lesen Sie auf Seite 3.

Faszination für Baustelle
Weniger kontrovers wurden die folgenden Beiträge aufgenommen. Stadtrat Behringer hielt einen enthusiastischen Vortrag über die Spülbohrung an der Sonnenwiesenstrasse und Seetalstrasse (wir berichteten). Mit viel Begeisterung zeigte er auf, wie das 150 Meter lange Rohr mit 72 Zentimetern Durchmesser unter der Erde verlegt wurde. Ein spannendes Unterfangen, das reibungslos verlaufen ist. Anschliessend präsentierte Behringer die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schiessergebäudes. Ein attraktives Angebot für Bürger, die ihren Strom bei den TBK beziehen und keine Möglichkeit haben, selbst eine solche Anlage aufzustellen, eröffnet sich hier: Für 440 Franken kann eine Parzelle erworben werden, die Strom durch Sonnenlicht erzeugt. Der Kaufpreis wird von der Jahresrechnung der Technischen Betriebe abgezogen. Es gibt noch freie Parzellen, Informationen hierzu findet man unter:      www.tbkkreuzlingen.ch

Museumskonzept leuchtet ein
Stadträtin Raggenbass stellte das Konzept der «Kreuzlinger Museen» vor, welches einen Mehrbedarf von 265 000 Franken für das Museum Rosenegg, das Seemuseum sowie Planetarium und Sternwarte fordert (wir berichteten). Der jährlich wiederkehrende Zuschuss von 380000 Franken wird dem Volk am 27. November vorgelegt. Die anwesenden Bürger des Quartiers Bodan zeigten sich positiv und plädierten durchwegs für einen Erhalt der Museen. Das ausgearbeitete Konzept überzeugte alle Anwesenden. Paul Stähli moderierte den interessanten Abend, der mit einem anschliessenden Apéro gemütlich endete.

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