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Notfallareal für Asylanträge

Kreuzlingen – Im Rahmen der gemeinsamen Notfallplanung von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden richtet das Staatssekretariat für Migration (SEM) an strategischen Orten in Grenznähe sogenannte Anlaufstellen ein. Im Fall eines starken Anstiegs der Asylgesuche könnte man dort die Registrierung und Erstunterbringung sowie eine erste Sicherheits- und Identitätsprüfung aller Asylsuchenden sicher stellen.

Wo heute nur Lastwagen, sollen bald auch Asylsuchende ihr Warterunden drehen.(Bild: ek)

Wo heute nur Lastwagen, sollen bald auch Asylsuchende ihr Warterunden drehen.(Bild: ek)

Im September wurde ein neuer Standort für eine solche Anlaufstelle im Kanton Thurgau gefunden. Für die Registrierung der Asylsuchenden erweitert das SEM gemeinsam mit dem Grenzwachkorps die bestehenden Gebäude der Schweizerischen Zollverwaltung am Grenzübergang Kreuzlingen-Autobahn mit temporären Containerbauten. Bei der Kreuzlinger Bauverwaltung liegt ab Montag ein Baugesuch für die provisorische Containeranlage auf. Wie gross und wie viele Container schlussendlich zu stehen kommen, sei noch nicht klar.

Das SEM würde die Anlage bei Bedarf und in Absprache mit dem Kanton Thurgau und der Stadt Kreuzlingen betreiben. Die Bereithaltung der Anlaufstelle ist gemäss Vereinbarungen mit der Stadt Kreuzlingen vorerst für ein Jahr beschränkt, im Einverständnis der Beteiligten auch darüber hinaus. Für die Unterbringung der Asylsuchenden während des Registrierungsprozesses steht eine Schutzanlage in Steckborn zur Verfügung. Auf dem Areal würde bei Bedarf Sicherheitspersonal sowie Betreuer arbeiten. Für die Asylsuchenden stünden Warteräume bereit. Eine solche Anlaufstelle steht bereits seit Anfang Juli im Kanton Schaffhausen bereit, eine weitere Anlage entsteht zurzeit im Kanton Tessin. SEM/ek

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