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Ein grosser Mehrwert für Kreuzlingen

Kreuzlingen – Der Verein «Freunde lebendiges Kreuzlingen» engagiert sich seit mehreren Wochen dafür, dass sich die Bevölkerung am 27. November für ein klares Ja zum neuen Stadthaus entscheidet. (Christian Lohr, Präsident Verein Freunde lebendiges Kreuzlingen)

Nationalrat Christian Lohr und Unterstützer. (Bild: sb)

Nationalrat Christian Lohr und Unterstützer. (Bild: sb)

Wir setzen uns für dieses zukunftsorientierteb Bauvorhaben ein, weil wir davon überzeugt sind, dass es einen grossen Mehrwert für Kreuzlingen mit sich bringt. Die verschiedenen Elemente Verwaltungsgebäude, Tiefgarage und Neugestaltung der Festwiese sind aufeinander abgestimmt und fügen sich gut in die städtebauliche Planung ein. Es entsteht ein Zugang für alle, was in einer modernen Stadt selbstverständlich sein sollte. Unser Verein erkennt in diesem Projekt die sinnvolle Fortsetzung eines Prozesses, welcher mit dem Bau des Kulturzentrums und der Sporthalle Dreispitz einen erfolgreichen Anfang genommen hat. Jetzt gilt es an diesem Ort weiter zu bauen und damit die Möglichkeit zu nutzen, die städtischen Verwaltungseinheiten sinnvoll zusammenzubringen. Der Öffentlichkeit wird mit der neu gestalteten Festwiese etwas Wertvolles zurückgegeben. Zu einem lebendigen Kreuzlingen gehört ein Stadthaus, das auch die Bedürfnisse nachfolgender Generationen berücksichtigt und zeitgemässen ökologischen Standards Rechnung trägt.

Wir stimmen am 27. November über ein notwendiges, ausgereiftes und langfristiges Projekt ab, dessen Finanzierung gesichert ist. Sagen Sie Ja zu einem lebendigen, zukunftsorientierten Kreuzlingen, sagen Sie Ja zum neuen Stadthaus!

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2 thoughts on “Ein grosser Mehrwert für Kreuzlingen

  1. Bruno Neidhart

    Das „Dreispitz“ hat mit einem „Stadthaus“ nichts gemein! Hingegen mit einer fehlenden Tiefgarage schon. Es ergibt sich hier eine Schnittmenge „Dreispitz-Campus“: Beide Anfahrtspunkte sind derzeit ohne eigene Parkplätze. Dazu macht hier eine (private) Tiefgarage Sinn. Auch sollen die Kirchenbesucher und die Allgemeinheit davon gut profitieren können. Dies mal voraus.

    Für ein „lebendiges Kreuzlingen“ hat vor allem die Stadt die Verantwortung zu übernehmen – genauer: Der Stadtrat, der Gemeiderat. Zu lange wurde gewartet, bis im Zentrum, also dort, wo man sich begegnen sollte, Entscheidendes geschieht. Natürlich kann man davon ausgehen, dass durch die damalige „einsame Entscheidung im Keller der Schweizerischen Nationalbank in Bern“ ein Zustand geschaffen wurde, der fast alle Grenzorte in eine relative Schieflage gebracht hat. Nur gibt es eben auch eine eigene Verantwortung. Ein Aspekt nur: Zu rasch und schon zu lange hat man in Kreuzlingen z.B. wichtige Kaufgeschäfte am Rande der Stadt bewilligt. Einzig Coop und einige Fachgeschäfte verteidigen noch immer die Mitte. Dass es bei der verbleibenden Struktur im Zentrum irgendwann „bachab“ zu gehen drohte, war voraussehbar.

    Nur sollte man nicht zulange lamentieren, sondern handeln! Es geht heute und in Zukunft wesentlich um eine dichte, lebendige Innenstadt. „Ohne City keine Stadt“. Das haut auch bauliche Konsequenzen! Ein modernes, kreatives Stadthaus als Funktionsträger inmitten eines geschäftlichen und kulturellen Zentrums ist eine Projektion, die wesentlich dazu beitragen kann, der Stadt – zusammen mit anderen Möglichkeiten – jenes lebendige innere Gesicht wieder zu geben, das sich viele wünschen. So ist vorerst ein Masterplan zu erstellen, wie denn „lebendig“ überhaupt zu definieren wäre. Nur mal einige Anregungen, was im Zentrum alles geschehen könnte, um „mehr Bewegung“ zu erzeugen: Im Stadthaus ein kleines Stadtmuseum – ausgehend von der Klostergeschichte, ein Stadtrestaurant, einen Vortrags-/Ausstellungsraum, u.a. Im Hauptstrassenverlauf: Eine zentrale, moderne, digitalisierte Stadtbibliothek mit Leseraum und Café (Bildungsstadt!), ein Jugend-Club als Treffpunkt, eine Kinder-Begegnungsstätte, eine Sportlerbar, ein kleines kommunales Kino (mit jährlichen Filmtagen), ein gut erkennbarer, gedeckter (ab Hauptstrasse) Zugang zum kommenden Kunst- und Kulturgebiet „Alte Molki/Schiesser“ (vorwärts machen!), usw. Und wie wäre es z.B. mit einem Uhren-Glockenturm im Schnittpunkt Hauptstrasse-Schützenstrasse? Eine „verrückte Idee“ oder eine stadtprägende Attraktion? Gleichlaufend wäre der Begriff „Schweizer Uhrenmarkt“ (an der Grennze) für Kreuzlingen zu forcieren (alljährlicher Markttag). Und dann ist da noch der direkte Zugang Zentrum-See und umgekehrt durch einen Steg ab Helvetiaplatz mal ernsthaft zu evaluieren, wie ihn vor langer Zeit ein mutiger Planer anregte! Und drei weit sichtbare Fontainen markieren das Zentrum (Kreuzlingen ist auch Seestadt!): Oben am Löwenplatz – unten am Helvetiaplatz, sowie an der Kreuzung Löwenstrasse-Sonnenstrasse. Und das Festwiesenareal: ein Drittel permanenter Aktionsplatz, Zweidrittel Gartenparkgelände, zusammenhängend mit dem Dreispitzpark. „Kreuzlingen definiert sich hier endgültig als „Stadt der Parks- und Gärten“!

    Nun könnte man dies alles – und noch viel mehr ! – als „unmöglich“ bezeichnen, als „utopisch“. Ist es jedoch solange nicht, wie keine anderen Möglichkeiten transportier sind, wie denn dem „Dilemma trostlose Mitte“ zu begegnen sei (nicht mal die gewählte Baum-Art ist attraktiv!). Eines erscheint jedoch ganz sicher: Wandert das Stadthaus auch noch aus dem geschäftlichen Zentrum, ist das Stadthaus mit ein Teil des Problems, das eigentlich mutig anzugehen wäre, um hier Zukunft zu schaffen. Ein attraktives, modern konzipiertes Stadthaus dort, wo man sich begegnet, ist ein permanenter „Mehrwert“ für alle Stadtbewohner und Stadtbesucher, die keine „tote“, sondern eine „vielfältig lebendige Stadtmitte“ als Bezugspunkt möchten. Und eine lebendige Stadt generiert automatisch auch Kommerzielles. Entsprechend sind für eine Neugestaltung der Hauptstrasse möglichat viele private Geschäftleute mit ihren Ideen beizuziehen – auch die Banken! – , um zu einem Gelingen mit beizutragen. Zusammen mit den eher kulturellen Aspekten, die eine Stadtmitte enorm bereichern können, kann „Kreuzlingen 2020plus“ gelingen. Die Stadt hat es in der Hand. Wer denn sonst?

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    1. Urban Büchel

      Bruno Neidhart wohnt seit Jahrzehnten in Konstanz. Daher hat er in Kreuzlingen kein Stimmrecht. Er gibt uns jedoch regelmässig seine Kommentare zu Kreuzlingen-Projekten ab. Offensichtlich ist ihm dieses Hobby ein wichtiger Zeitvertreib. Ich denke wir „Kreuzlinger“ können auch ohne diese Belehrungen aus Konstanz über unsere Zukunft entscheiden.

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