/// Rubrik: Bildergalerien | Kultur

Vielfältige Bestandsaufnahme

Kreuzlingen – Durch die Werkschau 16 ist zurzeit im ganzen Kanton verteilt eine kritische Auseinandersetzung mit den Thurgauer Künstlern der Gegenwart zu sehen. Am Wochenende fanden die Vernissagen statt und zahlreiche Kunstinteressierte machten auch im Kreuzlinger Kunstraum halt.

Dass Kunst nicht bei der Malerei aufhört, zeigt die Kreuzlinger Auswahl der Werkschau Thurgau 16 eindrücklich. Ölgemälde, Fotografien, Skulpturen, Audiostücke und sogar Computerspiele von neun Thurgauer Kulturschaffenden sind an der Bodanstrasse 7a ausgestellt. «Hier wird Einiges zur Schau gestellt», befand auch Kurator Richard Tisserand bei seiner Führung durch die Räumlichkeiten.

Renate Flury zum Beispiel bietet mit ihren «Seelennestern» Einblick in ihr Innerstes. Unter Multipler Sklerose leidend arbeitet die Bildhauerin heute nicht mehr mit Stein, sondern Gips, wodurch ihre Fragilität und Zerbrechlichkeit zum Ausdruck kommt.

Ebenfalls zerbrechlich sind die Keramikstangen aus «Skizzenbuch/ Seite X» mit denen Anita Kuratle eine ihrer Bleistiftzeichnung zum Leben erweckt: Striche in der Ausstellungslandschaft, welche trotz Reduktion eine Art Kunstskyline bilden.

Gabriel Kuhn widmet sich mit seinen Fotografien dem Erscheinungsbild hiesiger Städte. «Nicht alles ist Altstadt und Naherholungsgebiet», erklärt Tisserand die Komposition an Fotos, welche einen ungewohnten Blick auf Siedlungsgebiete werfen.

Aber auch Freunde von schönen Gemälden kommen auf ihre Kosten: Willi Oertig und Philippe Mahler zeigen ruhige, sauber gearbeitete Werke, die mitten aus dem Alltag gegriffen sind und dennoch faszinieren.

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