/// Rubrik: Leserbriefe

Wer sagt Ja zur Volksschulinitiative?

Leserbrief – Wer sagt Ja zur Volksschulinitiative? (Reto Lagler, Kantonsrat CVP, Ermatingen )

  • Eltern und Grosseltern, die sich schon heute darin überfordert fühlen, mit ihren Kindern stundenlang Schulstoff nachzuarbeiten.
  • Eltern, die es sich nicht leisten können, ihre Kinder mit privatem Stützunterricht fit zu machen.
  • Alle, welche den Aussagen vieler Kinderärzte glauben, dass der Lehrplan21 dem Entwicklungsstand unserer Kinder nicht gerecht wird und ihnen schadet.
  • Diejenigen, welche sehen, dass ein unnötiger Systemumbau nach gescheiterten internationalen Standards unser bewährtes Schweizer Bildungssystem schwächt.
  • Diejenigen, welche sich für eine bessere Harmonisierung zwischen den Kantonen Jahresziele wünschen.
  • Diejenigen, die der Meinung sind, dass die Ziele und Inhalte der Volksschule für unsere Gesellschaft so wichtig sind, dass das letzte Wort darüber bei den Stimmbürgern liegen soll.
(Bild: archiv)

(Bild: archiv)

Es gibt eine bessere Lösung für Mensch und Wirtschaft! Deshalb ein Ja zur Volksschulinitiative von allen, die den Lehrplan zur Überarbeitung an die Experten zurückschicken möchten mit dem Auftrag, ihn von einem ideologisch gefärbten, gescheiterten pädagogischen Modekonzept zu befreien und ihn mit klaren, verständlichen, an die Welt von heute angepassten Jahreszielen zu verbessern.

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2 thoughts on “Wer sagt Ja zur Volksschulinitiative?

  1. Gerry B.

    Mein Lieber
    Wir wussten es schon längst! Der LP21 ist krebserregend (von führenden Kinderärzten bewiesen) und die Gegner beabsichtigen mit der Einführung des neuen Lehrplans auch gleichzeitig der EU beizutreten. Die Initianten stammen allesamt aus den Reihen der Beführworter des Harmos-Konkordates, darum wollen sie eine bessere Harmonisierung mit den anderen Kantonen und daher die Forderung nach Jahrgangzielen. Die Vordenker des ehemaligen VPM haben bereits einen eigenen Lehrplan in der Schublade. Ob der zum Wohl unserer Kinder ist oder einfach die alte VPM-Ideologie befriedigt lassen wir mal offen. Auf jeden Fall ist der Gegenvorschlag nie und nimmer ideologisch gefärbt!

    Ich hoffe, lieber Verfasser, Ihnen wurde in Ihrer Schulzeit ein wenig gesunder Menschenverstand mit auf den Weg gegeben. Ihr Wut-Bürgerauflistung erinnert mich leider stark an einen vor kurzem gewählten Präsidenten. Der hat einen ähnlich agressiven Wahlkampf betrieben und verabschidet sich nun täglich mehr von seinen Wahlkampfversprechen. Das selbe werden die Initianten der schädlichen Volksschulinitiative bei einer Annahme tun müssen.

    DARUM sagen wir mit Überzeugung NEIN am Sonntag!

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    1. Gizmo

      Die Aussagen von Ärzten sind das was sie sind: Aussagen. Es gibt bis heute keine Studie und eine Beweise, die belegen, dass der neue Lehrplan unseren Kindern schadet. Es gibt mindestens gleichviele Kinderärzte, die das Gegenteil behaupten Herr Lagler. Ist das Ihre Art zu politisieren?

      Wissen bleibt die Basis im neuen Lehrplan, darauf bauen die Kompetenzen auf. Dieses Modell als gescheiterten Standard zu bezeichnen basiert schlicht auf Unwissenkeit und Unkenntnis des Konzeptes. Jedes Jahr beginnen rund 80’000 Lehrlinge ihre Ausbildung. Alle Berufe basieren auf dem Modell der Kompetenzorientierung. Der Bund hat das selbstbestimmt eingeführt, ohne die Politik zu fragen. Wo bleiben da die Kritiker? Aber wo die Leistungen stimmen kann man nichts schlecht reden Herr Lagler. Dass unsere Berufsbildung Weltklasse ist und wir international immer wieder als Vorzeigemodell gehandelt werden beweist, dass die Kompetenzorientierung sehr gut funktioniert.

      Wie wollen Sie mit dem Initiativkommitee sicherstellen, dass Eltern und Grosseltern mit Ihrem noch nicht geboreren Lehrplan nicht überfordert sind? Ist das für Sie die Messlatte um einen Lehrplan auszuarbeiten? Mit der Gefahr, einen rückwärtsorientierten Kompromiss zu erzielen?

      Auf Grund welcher Passage im neuen Lehrplan nehmen Sie an, dass Kinder nun massweise Stützkurse brauchen? Diese Aussage ist bare Angstmacherei. Sie nehmen damit automatisch an, dass die Eltern nicht mehr mündig sind und die Lehrpersonen unfähig sind, den Lehrplan umzusetzen und Kindgerecht anzuwenden. Das ist eine grobe Beleidigung für jede Lehrperson im Land, die sich mit viel Herzblut für unsere Kinder einsetzt. Ihre pauschalen Argumente helfen in diese Diskussion keinen Meter weiter. Es ist eine Enttäuschung, dass nun die Oberflächlichkeit und Instant-Wissensbeschaffung auch im Kantonsrat einzug hält. Ich hoffe Sie sind sich Ihrer Verantwortung bewusst, die Sie bei einer Annahme der Initiative tragen.

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