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11’000 Unterschriften aus der Ostschweiz

Weinfelden – Heute zog der Verkehrsclub der Schweiz Bilanz seiner Protestaktion: Schweizweit wurden 22'000 Unterschriften gegen den Serviceabbau der SBB gesammelt. In der Ostschweiz kamen 11'000 zusammen.

Gestern Morgen hat eine Delegation des VCS die Unterschriftenbögen am Hauptsitz der SBB abgegeben. (Bild: zvg)

Heute Morgen hat eine Delegation des VCS die Unterschriftenbögen am Hauptsitz der SBB abgegeben. (Bild: zvg)

Der Protest gegen den Schalterabbau bei der SBB nimmt weiter zu. Die Ostschweiz ist mit fast der Hälfte aller Drittverkaufsstellen am stärksten betroffen. Das zeigt die hohe Unterschriftenzahl für die Petition des VCS in der Region.

An der heutigen Pressekonferenz gegen den Abbau der Drittverkaufsstellen wurde deutlich, wie gross das Bedürfnis nach persönlicher Beratung beim Billettkauf ist. Am Anlass waren zahlreiche Gemeindevertreter, kantonale und nationale Politiker präsent. Die Stationshalterin aus Islikon, Vreni Züger, betonte, dass die SBB kaum Ausgaben hat. Deshalb verstehe sie nicht, dass die SBB die Provision sparen will – schliesslich mache sie mit ihren Mitarbeiterinnen für die SBB den Service.

Edith Graf-Litscher, Nationalrätin SP Thurgau, betonte das parteiübergreifende Engagement auf allen politischen Ebenen für den Service public.  Jakob Büchler, Nationalrat CVP und Präsident IG Stationshalter, forderte ein 5-jähriges Moratorium für die Schliessung der Drittverkaufsstellen. Der St. Galler Grossrat und VCS-Zentralvorstands-Mitglied Ruedi Blumer erklärte, dass gerade die älteren Menschen unter dieser Massnahme leiden werden. Andreas Opprecht, Gemeindepräsident in Sulgen, unterstrich, wie wichtig dieser Service für die Einwohnerinnen und Einwohner seiner Gemeinde ist. Am Anlass waren zudem die Gemeindepräsidenten Martin Stuber aus Ermatingen und Erich Baumann aus Bürglen, sowie der Sulgener Gemeinderat Hanspeter Kern anwesend, die sich über den neusten Stand der Unterschriftensammlung informierten.

Die Pressekonferenz besuchten zudem die direktbetroffenen Franchisenehmer Matthäus Schulz vom avec in Kreuzlingen und Bassersdorf sowie Roland Burger vom Migrolino in Flawil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssten, dass die Petition bis Ende Februar 2017 weiterläuft, um den Protest der Kundinnen und Kunden an die SBB weitertragen zu können.

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