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Punktgewinn in letzter Sekunde

Kreuzlingen – Der HSC Kreuzlingen ist am zehnten 1.-Liga-Spieltag mit einem blauen Augen davon gekommen. Beim 21:21 in Appenzell gelang der Ausgleich in letzter Sekunde.

(Bild: pixelio)

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Was für eine Dramatik vor 430 Zuschauern im Hexenkessel Wühre in Appenzell. Vier Minuten vor Schluss sahen die Gastgeber, welche im Kampf um die Finalrunden-Teilnahme auf jeden Punkt angewiesen sind, noch wie der sichere Sieger aus. Sie nahmen den Endspurt mit einem 20:17-Vorteil in Angriff. Aber der zuletzt vier Mal in Serie siegreiche Leader vom Bodensee stemmte sich vehement gegen seine dritte Saisonniederlage. In den letzten, hektischen und von zahlreichen Fehlern geprägten 120 Sekunden verteidigte Appenzell seinen knappen Vorsprung mit allen Mitteln. Aber dank zweier Paraden von Torhüter Beco Perazic und dem direkt verwandelten Freiwurf von Petar Roganovic zog Kreuzlingen seinen Kopf in extremis aus der Schlinge. Über das Remis dürften sich die Thurgauer definitiv mehr freuen, als die Appenzeller, welche damit als Fünfte weiter knapp unter dem Strich bleiben. Der HSC Kreuzlingen hat sich eine vielversprechende Ausgangslage für die letzten vier Qualifikationsspiele geschaffen. Er benötigt unter normalen Umständen noch zwei Punkte zum Einzug in die Finalrunde, welche im Januar beginnt.

Offensiv zu lethargisch
Kreuzlingens Cheftrainer Andy Dittert zeigte sich kurz nach Spielschluss mit dem Start und der Schlussphase zufrieden. «In diesen beiden Phasen hat die Mannschaft unseren Matchplan konsequent umgesetzt. Deshalb lagen wir zu Beginn mit 4:1 vorne und schafften am Ende noch den Ausgleich.» Während Dittert mit der Abwehrleistung einigermassen zufrieden war, konnte er dem offensiven Auftritt seiner Spieler wenig Positives abgewinnen. «Wir haben zu lethargisch gespielt – insbesondere ohne Ball – und uns fehlte die Entschlossenheit in den Zweikämpfen. Zudem haben wir uns mit mehreren vergebenen klaren Torchancen das Leben wieder einmal unnötigerweise selbst schwer gemacht.»

Wichtiges Heimspiel gegen Winterthur
Grundsätzlich sei es aber bei einer so jungen Mannschaft ganz normal, dass es zu Leistungsschwankungen kommt, betont Dittert. Er lobt sein Team abschliessend für die Tatsache, dass es nie aufgab und sich so das Unentschieden am Ende redlich verdiente. «Dass sie beim heimstarken Appenzell trotz einer durchschnittlichen Gesamtleistung punktet, spricht für die Mannschaft und deren Potenzial.» Im wichtigen Heimspiel vom nächsten Samstag, 18 Uhr, gegen den letztjährigen Gruppensieger Seen Tigers Winterthur erwartet der Cheftrainer von seinem Team aber wieder einen entschlosseneren Auftritt. Einerseits will man gegen die starken Zürcher seine Leaderposition verteidigen, anderseits mit einem Heimsieg den letzten Schritt in die Finalrunde machen.

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