/// Rubrik: Bildergalerien

Abschied von einer Institution

Man hätte eine würdige Abschiedsfeier inszenieren können. Ein Mal noch Filme zeigen, im Foyer ein Apéro, Erinnerungen an 78 Jahre Kino. Stattdessen entschied sich die Geschäftsleitung des Scala-Kinos Konstanz dazu, die Fans am letzten Abend auszusperren – mit der fadenscheinigen Begründung, man fürchte um die Sicherheit. Die Bürgerinitiative «Rettet das Scala» inszenierte trotzdem einen Trauermarsch vom Filmpalast über den Weihnachtsmarkt zum Konstanzer Münster mit Grablichtern, Schildern und Sarg. Dort wurde das Kino symbolisch begraben.

Unser Redaktionsleiter Stefan Böker war vor Ort.

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One thought on “Abschied von einer Institution

  1. Bruno Neidhart

    Es war ein kleines Häuflein, welches quasi die „Konschtanzer Fasnet“ vorweg nahm. Erst wenn aus diesen „Cineasten“ das wieder geboren wird, was derzeit zu bemängeln ist, ein freies Kino inmitten der Stadt – subventioniert oder sogar mit selbsttragendem Risiko betrieben – , kann aus dem Larmoyablen Gescheites geboren werden. „Tradition ist die Bewahrung des Feuers, nicht die Anbetung der Asche“ – sagte mal Gustav Mahler. Also feurig an die Arbeit! Der „independente Weihnachtmarkt“ hat übrigens mit dem Scala-Drama gar nichts zu tun. Da wurde etwas verwechselt.

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