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Trotz Saisonniederlage Tabellenführer

Handball – Der HSC Kreuzlingen verliert am elften Spieltag der 1.-Liga-Hauptrunde den Spitzenkampf gegen die Seen Tigers Winterthur hauchdünn mit 20:21.

Die finale Phase der Hauptrunde in der 1.-Liga-Gruppe 1 gewinnt an Dramatik. Sechs der acht Teams dürfen sich realistische Chancen auf eines der vier Finalrunden-Tickets ausrechnen. In der Rangliste kam es am Wochenende zum Zusammenschluss. Der HSC Kreuzlingen führt mit 15 Zählern vor dem punktgleichen SV Fides St. Gallen, gefolgt von den ebenfalls punktgleichen Seen Tigers Winterthur und Frauenfeld (je 14), sowie der aktuell unter dem Strich klassierten Appenzell (13) und Neuhausen (11). Letztere müssen wohl sämtliche drei ausstehenden Spiele gewinnen, wollen sie doch noch unter die Top 4 vorstossen.

Spannend bis zur letzten Sekunde
Die Kreuzlinger wollten sich mit einem Sieg im Spitzenkampf gegen die mit vielen ehemaligen NLA-Spielern besetzten Winterthurer das Ticket für die Finalrunde vorzeitig sichern. In der Vorrunde hatte man den letztenjährigen Erstliga-Schweizermeister auswärts deutlich bezwungen. Die vom ehemaligen NLA-Torschützenkönig Raphael Liniger angefürten Zürcher standen allerdings unter gewaltigem Erfolgsdruck. Eine Niederlage in Kreuzlingen hätten ihre Chancen auf eine Top-4-Platzierung nachhaltig reduziert.

(Bild: archiv)

(Bild: archiv)

Entsprechend motiviert stiegen die Gäste ins Spitzenspiel der 11. Runde. Unter der Woche hatten die Zürcher kurzfristig den ehemaligen NLA-Spitzenspieler Vaidas Klimciauskas für den verletzten Sharr Ramadani verpflichtet. Die ausgeglichene Startphase wurden von den Abwehrreihen und den hervorragend disponierten Holger Hug (K) und Markus Haupt (W) geprägt. Beide Torhüter kamen in der Startviertelstunde auf eine Abwehrquote von über 50 Prozent. Winterthur lag bei Halbzeit primär deshalb mit 10:9 vorne, weil die Kreuzlinger im Abschluss oft zu wenig präzise oder unkonzentriert agierten.

Auch in den zweiten 30 Minuten bewegten sich die beiden Teams im Gleichschritt und leistungsmässig auf Augenhöhe. Zehn Minuten vor Schluss lautete der Zwischenstand 17:17. Erstmals konnte sich dann aber ein Team mit mehr als zwei Treffern absetzen. Die Gäste profitierten von einem ungenügenden Überzahlspiel der Thurgauer und gingen 20:17 in Führung. Aber der Leader gab sich nicht geschlagen. Dank Kreisläufer Patrick Gyuris, neben Keeper Hug und Liga-Topscorer Noah Meisinger der beste Kreuzlinger an diesem Tag, kam der HSCK wieder bis auf 20:21 heran. Weil das Team von Andy Dittert aber gleich zwei Angriffe ungenutzt liess, stellte der Winterthurer Olivier Nussli mit einem wuchtigen Distanzwurf genau in den Winkel die Weichen endgültig. Meisinger konnte zwar nochmals verkürzen, doch die letzten 36 Sekunden brachten die routinierten Tigers sicher über die Distanz.

Weitere schwere Aufgaben warten
Auch wenn die Winterthurer der erwartet starke Gegner waren, müssen sich die Kreuzlinger primär an die eigene Nase fassen. Nicht zum ersten Mal scheiterten sie in allererster Linie an ihrer ungenügenden Chancenauswertung. Ausser Noah Meisinger und Kreisläufer Gyuris vermochte kein anderer Kreuzlinger Angreifer zu überzeugen. Dass der eine oder andere Spieler gesundheitlich angeschlagen ins Spiel stieg, erklärt einiges, aber nicht alles.

Nun gilt es die Partie so schnell als möglich abzuhaken und nach vorne zu schauen. In den nächsten zwei Runden warten weitere schwere Gegner. Am nächsten Samstag spielt der HSCK auswärts gegen Pfader Neuhausen. Die Schaffhauser sind zum Siegen verdammt, wollen sie ihre Chancen auf die Finalrunden-Teilnahme wahren. Am 16. Dezember empfängt der HSCK dann den Kantonsrivalen SC Frauenfeld in der Egelseehalle und am letzten Spieltag (18. Dezember) sind zwei Punkte beim abgeschlagenen Aufsteiger BSG Vorderland ein Muss.

Nach der Hauptrunde qualifizieren sich jeweils die besten vier Teams der vier 1.-Liga-Gruppen für die Finalrunde. Eingeteilt nach Regionen (Gruppen 1/2 und Gruppen 3/4) werden sie in zwei Achtergruppen die vier Teilnehmer ermitteln, welche in Kreuzfinals (1. Gr. 1 vs. 2. Gr. 2 und 1. Gr. 2 vs. 2. Gr. 1, Europacup-Formel) um die beiden NLB-Aufstiegtickets spielen.

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