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Der neue Kartenviewer des Kantons

Kreuzlingen – Das Amt für Geoinformation des Kantons Thurgau stellt unter map.geo.tg.ch sein komplett überarbeitetes Kartenportal, den ThurGIS Viewer, zur Verfügung. Es enthält eine grosse Anzahl Geoinformationen in Form von interaktiven Karten, Geodaten und -diensten. Das sogenannte ThurGIS zeichnet sich durch seine einfache Handhabung aus und funktioniert sowohl auf PC, als auch auf mobilen Geräten.

Nach fast zehn Jahren erhält das ThurGIS ein neues Outfit: Im Fokus des neuen Viewers stehen die Übersicht sowie die vereinfachte Navigation. Die weltweit für ihre Präzision bekannten Landeskarten des Bundes dienen nebst der amtlichen Vermessung als Hintergrundbild. Auf Wunsch können aber auch hoch aufgelöste Luftaufnahmen eingeblendet werden. Eine effiziente Suchfunktion erlaubt es, sowohl nach Adressen und Koordinaten als auch nach thematischen Karten zu suchen.

Das neue ThurGIS kann nicht nur auf herkömmlichen Rechnern genutzt werden, sondern auch auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets. Und dies, ohne eine separate App installieren zu müssen.

Das neue ThurGIS wurde nicht von Grund auf neu entwickelt. Als Vorlage diente das Geoinformationsportal des Bundes, welches kostenlos bezogen und auf die Thurgauer Bedürfnisse zugeschnitten werden konnte.

Martin Barrucci, Leiter ThurGIS-Zentrum, Regierungsrat Walter Schönholzer und Kantonsgeometer Christian Dettwiler stellten am Montag vor den Medien die Neuheiten des ThurGIS Viewer vor. (Bild: ID)

Martin Barrucci, Leiter ThurGIS-Zentrum, Regierungsrat Walter Schönholzer und Kantonsgeometer Christian Dettwiler stellten am Montag vor den Medien die Neuheiten des ThurGIS Viewer vor. (Bild: ID)

Aber dafür gibt‘s doch Google Maps
Das ThurGIS kann zwar bezüglich Funktionalitäten nicht in allen Belangen mit Google Maps mithalten. Die Trümpfe des kantonalen Portals liegen viel mehr in der Vielfalt und der hohen Aktualität der verfügbaren thematischen Karten sowie in den detaillierten Hintergrundbildern. Aufgeteilt in 16 Fachkataloge stehen dutzende thematische Karten frei zur Verfügung. Damit lassen sich Fragen beantworten wie: «In welcher Bauzone liegt mein Haus, in welcher Gefahrenzone mein Quartier? Wie hoch ist die Lärmbelastung an meiner Strasse? Wie viele Automobile zirkulieren pro Tag an dieser Kreuzung? Wie ist der geologische Aufbau in diesem Ort? Wem gehört diese Liegenschaft?»

Natürlich bietet aber auch das ThurGIS spezielle Funktionalitäten an. So ist es möglich, Distanzen und Flächen zu messen sowie Höhenprofile aufzuzeichnen – sehr hilfreich, wenn man zum Beispiel eine Wanderung oder einen Ausflug mit dem Velo plant. Erwähnenswert ist sicher auch die Druckfunktion, mit der man in verschiedenen Massstäben und Orientierungen einen Papierausdruck erstellen kann.

Ausschnitt aus dem neuen Thurgis Viewer. (Bild: ID)

Ausschnitt aus dem neuen Thurgis Viewer. (Bild: ID)

Aber ich habe nicht überall Netzempfang …
Kein Problem: Im neuen ThurGIS ist es möglich, bis zu einer gewissen Grösse Kartenausschnitte herunterzuladen und lokal auf dem Gerät zu speichern. Somit kann man sich auch in Gebieten ohne mobilen Netzempfang  problemlos orientieren.

Das Geoinformationsgesetz macht es möglich
Das Geoinformationsgesetz wurde per 1.Januar 2012 in Kraft gesetzt. Es bezweckt, dass Geodaten über das Gebiet des Kantons den Behörden, den Gemeinden sowie der Wirtschaft, der Öffentlichkeit und der Wissenschaft für eine breite Nutzung aktuell, rasch, einfach und in der erforderlichen Qualität als Service public zur Verfügung stehen.

Das Amt für Geoinformation (AGI)
Das AGI besteht aus den drei Fachbereichen Katasteraufsicht, ThurGIS-Zentrum und der Geschäftsstelle des Vereins «GIS Verbund Thurgau» (GIV). Die Katasteraufsicht koordiniert und überprüft die von externen Auftragnehmern erfassten Daten aus der amtlichen Vermessung, dem Kataster für öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) sowie dem Leitungskataster. Das ThurGIS-Zentrum betreibt seit nahezu 20 Jahren die kantonale Geodaten-Infrastruktur ThurGIS. Der Verein GIV wirkt als Koordinationsstelle für den Bereich Geoinformation zwischen Kanton, Gemeinden und Privatwirtschaft.

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