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Finalrunden-Ticket praktisch auf sicher

Handball – Mit einem überzeugenden 39:29 (22:15)-Auswärtssieg in Neuhausen haben sich die 1.-Liga-Männer des HSC Kreuzlingen zu 99 Prozent für die Finalrunde qualifiziert.

Dank des achten Saisonsieges haben die Kreuzlinger wieder die Tabellenspitze übernommen, die sie für knapp 48 Stunden an die Seen Tigers hatten abgeben müssen. Zwei Spieltage vor Schluss darf Kreuzlingen die Finalrunden-Teilnahme ab Mitte Januar zu planen beginnen. Drei Punkte plus das mit grossem Abstand beste Torverhältnis sind ein beruhigendes Polster, zumal die Grenzstädter am letzten Spieltag noch beim Tabellenvorletzten BSG Vorderland antreten können. Die restlichen drei Tickets werden die Seen Tigers Winterthur, der SV Fides St. Gallen, die SG TV Appenzell und der SC Frauenfeld unter sich ausmachen. Dagegen sind die Chancen von Neuhausen durch die Niederlage gegen Kreuzlingen auf ein Minimum reduziert worden. Bereits für die Abstiegsrunde gesetzt sind der Liganeuling Vorderland und die SG Kadetten/Pfadi Youngsters.

Klare Angelegenheit
Nach dem überaus knappen Verdikt im Hinspiel, das Kreuzlingen dank starken Schlussminuten mit 28:27 gewann, hoffte man bei Neuhausen auf eine erfolgreiche Revanche. Die Schaffhauser lautete das Motto vor Spielbeginn «verlieren verboten!». Und in der ersten Viertelstunde machten es die Gastgeber dem HSCK richtig schwer. Bis zum 9:9 bewegte man sich auf Augenhöhe. Dann aber steigerte das Team von Andy Dittert seine Effizienz im Abschluss und stand auch in der Abwehr besser. Dazu scheiterten die nervös wirkenden Gastgeber häufig am starken Keeper Holger Hug. Der HSCK hebelte die zweitschlechteste Abwehr der Liga nun immer wieder gekonnt aus und schraubte seinen Vorsprung bis zur Pause wegweisend auf 22:15 in die Höhe.

(Bild: archiv)

Für eine erfolgreiche Aufholjagd nach dem Seitenwechsel fehlte den Einheimischen an diesem Abend schlichtweg die Mittel. Einzig Topscorer Adrian Galli und Tobias Meier vermochten die von Petar Roganovic umsichtig geführte Kreuzlinger Abwehr dann und wann einmal vor Probleme zu stellen. Das war aber zu wenig. Auch die praktisch über die gesamte zweite Halbzeit angeordnete doppelte Spezialbewachung der beiden HSCK-Goalgetter Noah Meisinger und Jonas Heim verpuffte wirkungslos. Neun Minuten nach Wiederbeginn führten die Thurgauer bereits mit zehn Treffern. Weil sich an diesem klaren Verdikt auch in der Folge nichts änderte, ermöglichte Trainer Dittert in der Schlussviertelstunde seinen Ersatzspielern wichtige Einsatzzeit. Diese lösten ihre Aufgaben mehrheitlich zur Zufriedenheit ihres Chefs, der nach Spielschluss zu Protokoll gab, dass «meine Mannschaft über 50 Minuten eine sehr gute Leistungen hat abrufen können.»

Revanche gegen Frauenfeld
Am kommenden Freitag, 20 Uhr, gastiert am zweitletzten Spieltag der Kantonsrivale SC Frauenfeld in der Kreuzlinger Egelseehalle. Die bittere 26:32-Derbyniederlage vom 27. Oktober haben die Hafenstädter noch nicht vergessen. Damals biss sich der HSCK an entfesselt aufspielenden und kämpferisch überzeugenden Hauptstädtern die Zähne aus. Nicht zuletzt scheiterte man aber auch an der eigenen unterirdischen Chancenauswertung und kürte damit den starken SCF-Keeper Fabrizio Steiner zum Mann des Spiels. «Vor heimischem Publikum werden wir einen ganz anderen, bis in die Zehenspitzen motivierten HSC Kreuzlingen sehen. Wir werden den Frauenfeldern, die im Kampf um die Finalrunden-Qualifikation unbedingt punkten müssen, nichts schenken,» verspricht Dittert. Während die Gastgeber unbelastet aufspielen können, geht es für die Frauenfeld um sehr viel. Verliert das Team von Oliver Roth, hängt das Finalrunden-Ticket vor dem letzten Spieltag vom Sonntag, 18. Dezember, an einem dünnen Faden.

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