/// Rubrik: Kultur

Die neue Frau Rosenegg

Kreuzlingen – Ihre Name ist fast nicht mehr vom Haus wegzudenken: Über zehn Jahre hat Heidi Hofstetter unentgeltlich das Museum Rosenegg geführt. Mit dem neuen Museumskonzept kann nun eine bezahlte Stelle geschaffen werden. Dr. Yvonne Istas wird im Juli 2017 die Leitung im Heimatsmuseum übernehmen.

Die designierte Leiterin Dr. Yvonne Istas (l.), Stiftungspräsident Thomas Fischer und die derzeitige Leiterin Heidi Hofstetter vor der Rosenegg. (Bild: ek)

«Es war schon immer mein Wunsch, so ein schönes Haus zu führen», erklärt Dr. Yvonne Istas ihre Beweggründe für den Stellenwechsel. Zurzeit leitet sie das Stadtmuseum und Stadtarchiv in Stockach. Neu ist das Haus Rosenegg nicht für die 50-Jährige, mehrmals hat sie bereits im Ortsmuseum ausgestellt. «Dabei bin ich der Faszination der Rosenegg erlegen», gesteht die promovierte Kunsthistorikerin.

Auf Anhieb gut verstanden
«Rund 70 Bewerbungen haben wir für die Stelle als Museumsleiterin erhalten», sagt Thomas Fischer, Präsident der Stiftung Rosenegg. Viele hätten die Qualifikationen für das 100 Prozent Pensum mitgebracht, doch war es den Verantwortlichen wichtig, jemanden zu finden, der zum Haus passt und sich gut mit der Vorgängerin versteht. «Mit Dr. Istas hatten wir schon davor ein gutes Verhältnis», so Fischer, welcher zuversichtlich ist, damit das qualitativ hohe Niveau der Ausstellungen im Heimatsmuseum halten zu können.

Zurzeit lebt Istas noch in Überlingen, gedenkt aber nach Kreuzlingen zu ziehen. «So bin ich flexibler», erklärt Istas, die Führungen durch Ausstellungen zu ihren Leidenschaften zählt. Der operative Wechsel ist auf den 1. Juli 2017 vorgesehen. «Die Messlatte ist hoch gesetzt», so Istas, welche die Vorarbeit von Heidi Hofstetter würdigt. Sie möchte einen sanften Übergang und erstmal den Turnus mit jährlich vier Wechselausstellungen halten.
Danach muss sie jedoch auch neue Impulse setzen, denn die Gelder der Stadt kommen mit einer Leistungsvereinbarung einher. Die Besucherzahlen sollen bis ins Jahr  2021 um 15 Prozent steigen. «Das wird eine Herausforderung», ist sich Istas bewusst.

Heidi Hofstetter jedenfalls ist glücklich über die Nachfolgeregelung. Die Ausstellungen haben sich etabliert und die Sanierung des über 300 Jahre alten Hauses ist fast abgeschlossen. «Wir übergeben die Rosenegg in einem guten Zustand», freut sich Hofstetter.

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