/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Chemie stimmt an der Kanti

Kreuzlingen – Kantonsschule oder Berufslehre? Diese Frage stellen sich jedes Jahr hunderte von Jugendlichen im Kanton Thurgau und tausende in der ganzen Schweiz. Alle haben sie ein bestimmtes Bild von der Kanti bzw. der Lehre. Aber stimmt dieses Bild auch? Und was ist an den vielen Sachen dran, die man «so hört»?

Der Kantonsschule Kreuzlingen ist es ein grosses Anliegen, dass die Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler sich ihr eigenes Bild von der Kanti machen können. Jede und jeder soll richtige «Kantiluft» schnuppern und so diese so wichtige Entscheidung für sich noch bewusster treffen können.

Aus diesem Grunde hat die Kanti Kreuzlingen schon vor längerer Zeit die sogenannten Schnuppernachmittage eingeführt. An diesen besonderen Nachmittagen im Oktober und November gibt es einen speziellen Stundenplan, der es den Sekundarschülerinnen und Sekundarschülern ermöglicht, in kleinen Gruppen richtige Kantonsschul-Lektionen zu besuchen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich mit den Kantischülerinnen und Kantischülern zu allen möglichen Kanti-Themen zu unterhalten: über den Unterricht, über das grosse Fächerangebot, über die beliebten Freikurse, über die sehr attraktiven Sonderwochen und natürlich auch über die Menschen, die hier tagtäglich ein und aus gehen und der Kanti so ein Gesicht geben.

Chemie Schule

Die wissbegierigen Schülerinnen und Schüler haben begeistert mitgemacht und sich so einen eigenen Eindruck von der Arbeit im Kanti-Chemielabor mit nach Hause nehmen können. (Bild: zvg)

Im November finden an drei Mittwochnachmittagen immer auch spezielle Labornachmittage statt, dies in den Fächern Biologie, Chemie und Physik. Am Mittwoch, 30. November 2016, fand ein Labornachmittag «Chemie» statt, an dem interessierte Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler auch selbst und ganz praktisch einmal «ran» durften. Unter der Leitung von Chemielehrer Klaus Hensler und dem naturwissenschaftlichen Assistenten Lars Altherr wurde fleissig destilliert, d.h. zwei Flüssigkeiten wurden auf der Basis verschiedener Siedepunkte getrennt. Konkret ging es hier um die Destillation von Wein, um den Alkohol zu isolieren. Die Schülerinnen und Schüler haben erst mitgeholfen, eine Destillationsapparatur aufzubauen und während der Destillation mussten sie dann genau auf die Einhaltung der richtigen Temperaturen achten. Danach wurde das Destillat in sogenannten Fraktionen aufgefangen, was ein gutes Timing und eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Partnern erfordert. Schliesslich wurde die Qualität der Fraktionen anhand von zwei Eigenschaften getestet: Brennbarkeit und Menge der Rückstände, sowie der Geruch im Vergleich zu reinem Alkohol (Spiritus).

Die wissbegierigen Schülerinnen und Schüler haben begeistert mitgemacht und sich so einen eigenen Eindruck von der Arbeit im Kanti-Chemielabor mit nach Hause nehmen können. Wer weiss, ob nicht auch ein talentierter Chemiker oder eine begnadete Chemikerin Teil dieser Gruppe war und in der zukünftigen Forschung noch von sich reden machen wird?

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