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Strabag investiert in das Kieswerk Bürglen

Bürglen – Das Kieswerk Bürglen nimmt eine neue Schlammreinigungsanlage in Betrieb. Damit unterstreicht die Firma Strabag, Eigentümerin des Kieswerks, ein längerfristiges Bekenntnis zum Standort des Werks und investiert in moderne und bessere Produktionsabläufe - auch der Umwelt zuliebe.

Die neue Schlammpresse im Kieswerk Bürglen. (Bild: zvg)

Die Strabag hat vor Kurzem in eine grosse Anlage im Kieswerk Bürglen investiert. Was aussieht wie ein Blasebalg oder ein überdimensioniertes Akkordeon ist in Wirklichkeit eine hochmoderne Kammerfilterpresse für die Aufbereitung von Schlammwasser, das bei der Kiesgewinnung anfällt. Sie funktioniert auf den ersten Blick ganz einfach. Man füllt den «Blasebalg» mit verschmutztem Schlamm und presst ihn unter extrem hohen Druck zusammen, bis alles Wasser ausgepresst und abgeleitet ist. Der zurückbleibende Schlamm ist praktisch trocken und kann, da er nur aus natürlichen Materialien besteht, direkt in Deponien eingelagert werden.

Warum diese zusätzliche Anlage? Der technische Betriebsleiter des Kieswerks, Alexander Frigoli, nennt dazu hauptsächlich folgende zwei Gründe:

  • Da Kies nach dem Abbau nicht in ungereinigtem Zustand weiter verarbeitet werden kann, muss es  gewaschen werden. Das ist zwar lästig, aber unumgänglich. Bisher wird das Kies mit Wasser gewaschen. Der dabei anfallende Schlamm wird in so genannten Schlammweihern deponiert, bis das Wasser versickert oder verdunstet ist und der Schlamm in einer Deponie gelagert werden kann. Das dazu benötigte Wasser musste dem normalen Wasserkreislauf entnommen werden. Auch wenn sich das bisher nicht anders lösen liess, war es doch höchst unbefriedigend, weil Unmengen an Trinkwasser verbraucht wurden. Die neue Anlage ändert diesen Zustand. So benötigt man zwar ebenfalls Wasser, dieses wird aber bis zu 95 Prozent wiederverwertet. Damit kann Trinkwasser gespart werden.
  • Der zweite Grund sind die unansehnlichen Schlammweiher, in denen bisher das verschmutzte Wasser zum Verdunsten und Absickern zwischengelagert wurde. Dieser Schritt fällt komplett weg und die Flächen können renaturiert werden.

Mit der Kammerfilterpresse setzt die Strabag heute eine Anlage modernster Bauart und nach neuestem Stand der Technik ein, um die Kiesgewinnung zusätzlich einen Schritt weiter in Richtung nachhaltiger und umweltschonender Produktion zu steuern.

Zusätzlich wurde in weitere Leistungssteigerungen investiert, u.a. zur Optimierung und Kapazitätserweiterung der Sandklassierung und der Wasch- und Aufbereitungsanlage. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben auf knapp drei Millionen Franken.

Als einer der führenden europäischen Technologiekonzerne für Baudienstleistungen ist die Strabag in der Schweiz mit rund 1350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Bereichen der Bauindustrie  an über 20 Standorten tätig. Weitere Infos unter www.strabag.ch.

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