/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

«Die Zukunft mitgestalten»

Kreuzlingen – Am 12. Februar finden die Erneuerungswahlen für die Schulbehörden statt. Ein Platz in der Primarschulbehörde wird frei, für die restlichen Sitze bietet sich das bestehende Gremium an. Drei langjährige Mitglieder erzählen von ihren Aufgaben und der Motivation für das Amt.

Markus Blättler. (Bild: zvg)

«Etwas tun, statt nur reden»

«Ich bin der Typ, der etwas macht, anstatt nur darüber zu reden», sagt Markus Blättler über sich. Deshalb hat er sich vor zwölf Jahren zur Wahl in die Primarschulbehörde aufgestellt. Hier habe der Familienvater die Möglichkeit, etwas Handfestes zu bewirken. In dieser Zeit hat der 48-Jährige nicht nur die Strategie für die Bildung kommender Generationen aufgegleist, sondern die Zukunft auch in die Schulhäuser gebracht. «Eines der grössten Projekte war die Erneuerung der EDV samt Verkabelung aller Gebäude mit dem Internet», so der Aussendienstmitarbeiter eines Beleuchtungsgrosshandels. Derzeit arbeitet er daran, noch mehr Licht in die Klassenzimmer zu bringen. Es ist angedacht, alle Schüler mit persönlichen Tablets auszustatten. Versuche damit sind schon im Gange. Vor vier Jahren übernahm er den Posten als Vizepräsident in der Primarschulbehörde. Das FDP-Mitglied ist seiner eigenen Meinung dabei stets treu geblieben. «Die Wahl in die Schulbehörde ist keine Partei-, sondern eine Personenwahl», ist der Kreuzlinger überzeugt.

 

Silvia Meier. (Bild: zvg)

«Früh Hilfe anbieten»

«Für mich war die Schulentwicklung immer ein grosses Anliegen», erklärt Silvia Meier. Beruflich in psychosozialem Bereich tätig, hat sie vorwiegend mit jungen Menschen zu tun, die es nicht so einfach im Leben haben. Für die zweifache Mutter ist klar: «Je früher pro­phy­lak­tische Massnahmen ergriffen werden, desto eher lässt sich eine Eskalation im späteren Leben vermeiden.» Seit 2001 wirkt sie deshalb in der Primarschulbehörde in den Kommissionen Familienhilfe, Schulberatung und als Präsidentin der Deutsch-Kommission mit. «Gerade die gemeinsame Sprache ist entscheidend für die Sozialisierung und Integration», ist die 64-Jährige überzeugt. Denn wer die Lehrerin nicht versteht, wird auch in Mathe schlechte Noten schreiben. Auch nach 16 Jahren bleiben die Aufgaben spannend, z. B. in der Weiterentwicklung von Sprachförderprogrammen, familienergänzender Massnahmen und der Auseinandersetzung mit dem neuen Lehrplan. Praktisch wöchentlich befasst sie sich mit Dossiers für die Schule. «Doch das mache ich aus Leidenschaft!»

 

Anton Waltisberg. (Bild: zvg)

«Seine Stärken einbringen»

«Selber mitwirken, reinsehen in die Abläufe und Lösungen erarbeiten», das war für Anton Waltisberg 2001 Motivation, sich für die Sekundarschulbehörde aufzustellen. Unzufrieden mit der Kreuzlinger Schule war der zweifache Vater nicht, eher im Gegenteil, er wollte die hohe Qualität der Kreuzlinger Schule beibehalten. «Ich dachte, dass ich mit meinem Wissen und Erfahrungen dazu beitragen kann», so der gelernte Informatiker, welcher die Schulinformatik auf den neusten Stand brachte. In baulichen Fragen musste er sich aber auch neues Wissen aneignen, verwaltet die Sekundarschulbehörde doch Immobilien in Millionenhöhe. «Der Bau des Dreispitz samt Dreifachturnhalle war sicher ein Meilenstein», erinnert sich der 62-Jährige zurück. Mit der Sanierung und Erweiterung des Thermalbads Egelsee ist Waltisberg schon am nächsten grossen Projekt beteiligt. «Das motiviert, mich auch für die nächste Wahl zur Verfügung zu stellen».

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