/// Rubrik: Leserbriefe

Sanierung der Romanshornerstrasse

Leserbrief – Am 19. Januar 2017 fand in der Sekundarschule Pestalozzi die Informationsveranstaltung zum Projekt Sanierung und Neugestaltung der Romanshornerstrasse statt. (Hermann Merz, Kreuzlingen)

(Bild: archiv)

Pro und Contra wurde in einem Podiumsgespräch dargelegt, wobei die interessierten Besucher gleichzeitig über das Projekt mittels Planunterlagen orientiert wurden. Nach Veranstaltungsende stand für mich fest, dass ich dem Projekt nicht zustimmen werde. Ich bin ebenfalls der Ansicht (wie so viele Verkehrsteilnehmer), dass die Sanierung der Romanshornerstrasse gemäss Botschaft des Stadtrates unsinnig ist, indem einerseits die heute vorhandene Verkehrssicherheit (ausreichende Breite der Fahrbahn mit integriertem Radstreifen, bereits vorhandene Trottoirs) schwinden und andererseits der Verkehrsfluss zusätzlich behindert würde (Staubildung durch Stadtbus, usw.). Viel Geld soll dabei auch in die sogenannte «Verschönerung, bzw. Aufwertung» des Dorfkerns Kurzrickenbach fliessen. Die Botschaft des Stadtrates dünkt mich persönlich beinahe wie ein Druckmittel zur positiven Einstellung gegenüber dem Projekt, indem angeblich (so Stadtrat Ernst Zülle) kein Plan B bestehe. Es scheint mir, dass der Steuerzahler im Prinzip (einmal mehr) vor vollendete Tatsachen gestellt werden soll. Ein Plan B besteht aber eigentlich doch, indem zum Beispiel eine normale Sanierung der Strasse möglich wäre. Ich habe nach der Veranstaltung die gesamte für die Sanierung projektierte Route nochmals abgefahren. Es ist Tatsache, dass die Romanshornerstrasse im gesamten projektierten Bereich für den Verkehr in einer komfortablen Breite vorhanden ist. Auch ein Radstreifen ist vorhanden. Mit Ausnahme einer einzigen Stelle (Romanshornerstrasse 73) sind bereits heute schon Trottoirs vorhanden. Die eine prekäre und gefährliche Stelle für den Fussgänger könnte aber auch bei einer normalen Sanierung entschärft werden, indem der Strassenverlauf ein wenig korrigiert wird. Denn genau in diesem Bereich befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite in Form eines überbreiten Trottoirs genügend Reserve. Was die Stelle im Bereich der Liegenschaften Nr. 83-85 betrifft, so kann niemand sagen, was sich dort in den nächsten 40 Jahren – so lange soll die Strasse nach der Sanierung wieder halten – baulich gesehen vielleicht noch ändern wird. Aber bereits heute besteht dort links und rechts der Fahrbahn ein Trottoir, das zugegebenermassen etwas schmaler ist.

Alle meine Einwände sind hier nicht genannt. Ich empfehle aber den Kreuzlinger Stimmbürgern ein Nein zum Projekt in die Urne zu legen und eine normale und kostengünstige Sanierung der Romanshornerstrasse anzustreben.

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2 thoughts on “Sanierung der Romanshornerstrasse

  1. Bruno Neidhart

    Ein Plan B ist demokratisch stets sinnvoll, wie immer man das letztlich je nach Vorhaben angeht. Ein solcher hätte unlängst auch bei der Stadthausfrage vorgelgt sein sollen. Auch bei der Schwimmbadfrage wäre es sinnvoll gewesen. Dann wäre bereits heute mehr Wasserfläche vorhanden und Jahre würden nicht ins Land gehen, bis etwas geschieht. Uster (neues 50 Meter-Hallenschwimmbad) hatte den Abstimmenden in Teilen eine teurere, sowie eine billigere Variante vorgelegt. Sie bezog sich besonders auf den Energieverbrauch, bzw. auf die entsprechend moderste Technik. Uster stimmte für die teurere Variante. So gehts.

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  2. Alexander Salzmann, Gemeinderat (FDP)

    Schön, dass Gemeinderat Bruno Rieser (SVP) und ich Sie haben mit unseren Argumenten überzeugen können.

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