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Revision des Hinweisinventars Kreuzlingen

Kreuzlingen – In Absprache mit der Stadt Kreuzlingen überarbeitet das kantonale Amt für Denkmal-pflege das Einzelbauinventar der historischen Bauten auf Kreuzlinger Stadtgebiet quartierweise. Dabei werden die zu inventarisierenden Bauten im Bild und Text festgehalten.

Nachrichten aus dem Stadthaus. (Bild: Archiv)

Seit 1974 werden alle historischen Gebäude im Kanton systematisch erfasst, fotografiert, eingestuft und publiziert. Als historisch im Sinne des Inventars gelten alle Gebäude, die vor 1980 entstanden sind. Für Kreuzlingen wurde das Hinweisinventar erstmals 1993 erstellt. Die Hinweisinventare der Thurgauer Gemeinden werden seit dem Jahr 2000 kontinuierlich revidiert. In der Zwischenzeit wurden die Inventare von 50 Gemeinden überarbeitet (mehr dazu auf www.denkmalpflege.tg.ch).

Das Hinweisinventar ist ein wertvolles Arbeitsinstrument und Nachschlagewerk für die Bauverwaltung, die Ortsplanung wie auch für Eigentümer und Geschichtsinteressierte. Siedlungsentwicklung und Baukunst sind bedeutende Bereiche des kulturellen Erbes, die eine sorgfältige Überlieferung verdienen. Das Hinweisinventar muss deshalb aktuell gehalten werden, wobei es gilt, neue Erkenntnisse aus Literatur und Bauforschung so-wie eine veränderte Sichtweise auf die Baukultur zu berücksichtigen. Gleichzeitig muss den veränderten Bedürfnissen von Benutzern Rechnung getragen werden.

Für eine Inventarisation gilt es bauliche Veränderungen inklusive Abbrüche vor Ort zu erfassen und nachzuführen. Aus diesem Grund werden sich Mitarbeitende des Amtes für Denkmalpflege in der nächsten Zeit vermehrt auf dem Stadtgebiet aufhalten. In einer ersten Phase fotografieren sie jedes zu inventarisierende Objekt. Auch werden aus-gewählte Bauten, die zwischen 1959 und 1979 erstellt wurden, neu aufgenommen. Anschliessend erstellen die Mitarbeitenden des Amtes für Denkmalpflege die Objektbeschreibungen.

Jedes Objekt hat ein Inventarblatt in Form eines Datensatzes. In der Regel enthält der Datensatz Identifikationsdaten (Adresse, Parzellennummer, Assekuranznummer usw.), eine Fotografie, eine Einstufung und einen Text mit Hinweisen zur Gestalt, Baugeschichte, ortsbaulichen Situation sowie zur Einstufung. Bis ins Jahr 2010 erschienen die Hinweisinventare in Buchform; seit 2011 ist das gesamte Inventar der Öffentlichkeit im Internet auf der GIS-Plattform des Kantons unter dem Namen «Denkmaldatenbank» zugänglich.

Sollte die Bevölkerung im Zusammenhang mit diesen Arbeiten Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, so können die Mitarbeiter des Amts für Denkmalpflege direkt vor Ort angesprochen werden. Ebenfalls steht die Bauverwaltung Kreuzlingen für Auskünfte zur Verfügung.

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