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Preisgekrönte Goldschmiedekunst

Konstanz – Der Schmuckdesigner Michael Zobel erhielt im Dezember des vergangenen Jahres den Jorgc Award 2016 in Barcelona – eine Auszeichnung für sein gesamtes Lebenswerk. Mit uns sprach der Goldschmied, der exklusiv für «Annick» Schmuckdesign tätig ist, über diesen Erfolg.

Schmuckdesigner Michael Zobel bei der Preisverleihung in Barcelona. (Bild: zvg)

Kreuzlinger Zeitung: Herr Zobel, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung. Wie war es für Sie den Preis entgegen zu nehmen?
Michael Zobel: Das war eine schöne Ehre für mich. Im November kam ein Anruf von Nunu Ruiz, einer Galeristin aus Barcelona, die in der Jury des Jorgc Awards sitzt. Sie hat mir mitgeteilt, dass ich in diesem Jahr den Preis erhalte. Das war toll! Die Reise ging dann nach Barcelona, wo im Nationalpalast auf dem Montjuic in Barcelona die Preisverleihung stattfand. Meine Dankesrede konnte ich auf Katalan halten, da ich dort aufgewachsen bin. Das kam natürlich gut an.

Wurde die Jury wegen den Stücken aus Ihrer letzten Kollektion, der Smaragdausstellung, auf Sie aufmerksam?
Es ging mit Sicherheit um diese Stücke, aber auch um mein gesamtes Werk. Zuvor hatte ich die Kollektion «Ashanti» mit afrikanischen Einflüssen. Viele Stücke daraus sind eine Kombination aus Rohdiamanten und den afrikanischen Goldgewichten, die in ihrer ursprünglichen Form belassen wurden. Diese Arbeiten waren mit Sicherheit auch relevant.

Was für ein Thema steht nun für Sie an?
Das weiss ich noch nicht genau. Ich habe schon viele Bereiche bearbeitet, vom Bernstein, dem weichsten Stein, bis zum Diamanten, mit dem höchsten Härtegrad. Momentan bin ich noch dabei, Eindrücke zu verarbeiten und neue Impressionen zu sammeln. Vielleicht mache ich etwas Maritimes. Aquamariner Schmuck – die Arbeit mit den Muscheln in der Smaragdkollektion hat mich sehr begeistert.

Wer zählt zu Ihrer Kundschaft? Gibt es auch junge Leute, die zu «Annick» Schmuckdesign kommen?
Ja, meistens kommen die jungen Kunden zum ersten Mal, wenn sie Eheringe möchten. Und dann entsteht eine Verbundenheit. Es sind viele Kreative  unter meinen Kunden. Schauspieler, Kunstsammler, Künstler. Wir machen auch ab und an Events, um die Kunstszene in Konstanz und Kreuzlingen zu beleben. Wir sind ja hier in der Kreuzlinger Strasse am Tor zur Schweiz. Wenn wir eine Ausstellungseröffnung haben, dann zusammen mit den umliegenden Galerien und Geschäften. So kann man hier Kunstwandeln und die Szene trifft sich.

Sehen Sie Ihre Werke als Kunst oder als Schmuck?
Diese Definition ist bei der Goldschmiedekunst nicht einfach und ich überlasse sie gerne dem Tragenden. Wenn eine Brosche als Schmuckstück präsentiert wird, ist das ebenso gerechtfertigt, wie wenn man sie als Kunstobjekt betrachtet.

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