/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

«Hier können wir langfristig planen»

Kreuzlingen – Der 2014 getätigte Kauf des Areals der Gebrüder Spiegel AG kommt heute vor den Gemeinderat. Er entscheidet zuhanden der Volksabstimmung. Zusätzlich beantragt der Stadtrat 200'000 Franken für Umbaumassnahmen. Damit können die TBK direkt loslegen.

Auf dem Spiegelareal nehmen die TBK neue Lagerhallen und Abstellflächen in Betrieb. Auch Teile der Werkstatt werden hier hin verlagert. (Bild: sb)

Die Stadt erwarb die Liegenschaft Parzelle Nr. 161 damals im Bieterverfahren über den Landkredit. Dieser ist dazu da, bei Geschäften solcher Art schnell reagieren zu können. Bei Kosten von rund 3,4 Millionen Franken muss das Ja vom Volk im Nachhinein abgeholt werden, der Gemeinderat entscheidet nächste Woche. Im Mai soll die Abstimmung erfolgen. Die Liegenschaft wandert damit vom Finanzvermögen der Stadt in das Verwaltungsvermögen der Technischen Betriebe Kreuzlingen (TBK).

Die Stadt handelte damals mit Weitsicht. Bisher mietete die TBK eine Lagerhalle an der Seetalstrasse 41a für 96’000 Franken im Jahr, erklärte Stadtrat Thomas Beringer anlässlich der Vorstellung der Stadtratsbotschaft am Donnerstagmorgen. Da der Besitzer gewechselt und neue Pläne habe, sei man in der Luft gehangen. Durch den Landkauf sei es möglich, am Standort Nationalstrasse festzuhalten, sich über die Strasse zu erweitern und im Zuge dessen auch die Sanierung der bestehenden Gebäude an der Nationalstrasse 27 in Angriff zu nehmen.

Um das Spiegelareal in Betrieb zu nehmen, wollen die TBK unter anderem das alte Bürogebäude abreissen, die Kranbahn verstärken, ein Lagerpodest bauen und das Areal umzäunen. Hier lagert künftig Grossmaterial des Netzbaus und -betriebs und parken Fahrzeuge.

Noch in diesem Jahr wollen die Verantwortlichen dann das gemäss der kaufmännischen Leiterin Susanne Bergsteiner «grosse Projekt» auf der Parzelle Nr. 168 beginnen, wo sich die TBK heute schon befinden. Geplant ist, verschiedene Gebäudetrakte zu sanieren, Abstellflächen neu zu organisieren, neue Büroflächen zu schaffen und den Zugang behindertengerecht zu gestalten. Denn die Gebäude genügen teilweise nicht mehr den heutigen Ansprüchen. So ist die Garage mittlerweile zu niedrig für die neuen Fahrzeuge. In der alten Abwartwohnung mussten Mitarbeiter gar die Heizung stilllegen, denn: «Hier heizt man zum Dach hinaus», so Stadtrat Beringer. Das älteste Gebäude etwa, das ehemalige E-Werk, stammt laut Finanzchefin Bergsteiner aus dem 19. Jahrhundert. Denkbar wäre auch der Verkauf einzelner Teile, um die Kosten zu senken, sagt sie. Für das Projekt existiert bereits eine Vorfinanzierung.

Für die Stadtbusse gibt es hier allerdings keine Einstellmöglichkeit, teilte Stadtrat Beringer mit. Die Verantwortlichen prüfen derzeit drei Varianten. Denkbar wäre, am derzeitigen Standort im Tägerwiler Zecchinel Zentrum festzuhalten. Geprüft werde ausserdem, die Stadtbusse gemeinsam mit den Postautos an der Dammstrasse unterzubringen oder einen neuen Platz auf dem Areal der Strabag zu finden.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.