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Pfarrhaustür wird strapaziert

Kreuzlingen – Bei der Versammlung der Evangelischen Kirchgemeinde wurde das Budget für 2017 diskutiert sowie über bevorstehende Veränderungen informiert.

Kurt Schweizer, Thomas Leuch, Pascale Wallroth und Gunnar Brendle (v.l.). (Bild: vf)

Thomas Leuch, neuer Präsident der Kirchgemeinde, begrüsste am Dienstag 72  Gemeindemitglieder zu seiner ersten Versammlung. Nach einem wunderbaren Lied durch den Kirchenchor zur Einstimmung, gab Pfarrer Gunnar Brendler einen Rückblick über den Bodensee-Kirchentag im vergangenen Jahr, der ein voller Erfolg war. Auch von der Seniorenfahrt ins Zillertal wurden Impressionen gezeigt. Die Reise in diesem Jahr wird sich auf die Spuren Luthers begeben. Es steht nämlich das Jubiläum «500 Jahre Reformation» an, das von einem breiten Veranstaltungsprogramm getragen wird. Im Vordergrund der Versammlung stand aber das Budget für das bereits begonnene Jahr. Kurt Schweizer informiert über den Rückgang der Steuereinnahmen, welcher einen positiven Abschluss für 2016 unmöglich macht und auch in den Folgejahren zu immensen Defiziten führen wird.

Steuereinnahmen gehen zurück
Für 2017 setzt er rund 37 000 Franken Minus an. Die einzelnen Posten im Jahresbudget wurden nahezu kommentarlos abgenickt – wäre da nicht die Kirchentür für das Pfarrhaus an der Kirchstrasse 19. Diese bedarf einer Sanierung oder Erneuerung. Im Budget sind hierfür 21300 Franken vorgesehen, wobei diese Summe auch andere Arbeiten am Haus beinhaltet. Dieser Posten sorgte für eine kontroverse Auseinandersetzung. Ein Teil der Anwesenden war der Überzeugung, dass eine solche Summe nicht gerechtfertigt sei und eine günstige Tür eingebaut werden müsse, während andere für einen Erhalt des alten Charmes plädierten, der eben auch seinen Preis koste. Schlussendlich wurde der Antrag von Otto Sprenger, der eine Reduktion von 10 000 Franken beinhaltet, mehrheitlich abgelehnt. Im Weiteren beantragte Walter Studer eine Reduktion des Steuerfusses von 14 auf 12 Prozent und ermahnte zu einem gemässigten Umgang mit den vorliegenden Mitteln, auch in Anbetracht der geplanten Bauarbeiten am Kirchgemeindehaus. Dieser Antrag wurde ebenfalls mehrheitlich abgelehnt und auch Studers Kritik an den Personalkosten wurde entkräftet. Soziale Angebote, die gesellschaftlich gefordert werden, liessen es nicht zu, am Personal zu sparen. Christian Forster fasst den Abend passend zusammen: «Eine Pfarrhaustür, an der oftmals geklopft wird, muss eben von Zeit zu Zeit erneuert werden.»

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