/// Rubrik: Kultur

Rotierende Radwerke

Lengwil – Weltweit wird am Sonntag, 29. Januar, das internationale Fest für zeitgenössische Skulpturen zelebriert. Auch Rudolf Müller wird seine zufallsgesteuerten Maschinen und Kunstwerke präsentieren. Eine Entdeckungsreise für Augen, Ohren und Nasen.

Das Tagebuch von Erschaffer Rudolf Müller (links) sowie eine selbst malende Zeichnungsmaschine (rechts). (Bild: ek)

Mächtige Maschinen säumen den Eingang zu Rudolf Müllers Reich. Schon lange wollte der Maschinenbauer eine Ausstellung bei sich zu Hause in der polymechanik Artdesign GmbH an der Kreuzlingertrasse 11 in Lengwil veranstalten. Das internationale Fest für zeitgenössische Skulpturen bot ihm den nötigen Anlass dazu. 70 Künstler aus 21 verschiedenen Ländern zeigen gleichzeitig ihre dreidimensionalen Werke. «Seit zwei Wochen bin ich dafür am Aufräumen und Platz schaffen», sagt Müller. Denn normalerweise türmen sich die verschiedensten Metalle, Zahnräder und Gerätschaften in seiner Werkstatt. «Die Ideen für meine Maschinen kommen mir erst durch die Materialien zugeflogen», sagt der findige Künstler. Seine Werke präsentiert hat er schon oft, das erste Mal 1996 in einem Altersheim. «Wie die Menschen mit ihren Krücken und Rollstühlen  aktiv und neugierig wurden, das hat mich fasziniert, und bis heute motiviert», so der Erfinder.

Denn praktisch alle seine Objekte bewegen, tönen oder erschaffen etwas. Die neuste Errungenschaft in seinen Maschinen ist die Integration von Düften. «Es geht mir darum, die Betrachter für eine kurze Zeit aus ihrer alltäglichen Hektik herauszureissen», so Müller. Das gelingt ihm mit seinen teils meterhohen Stahlkolossen, teils filigran gearbeiteten Zahnradkonstrukten ausserordentlich gut.

Am Sonntag werden den ganzen Tag über verschiedene Skulpturen in und ausserhalb seines Grundstücks zu sehen sein. Auch neue Kreationen wird er dabei vorstellen, die Kenner seiner Kunst wiedereinmal in Erstaunen versetzen sollen. Den Auftakt machen um 10.30 Uhr eine Gruppe Trommler, um 11.30 Uhr wird über Videobotschaft der Präsident des «sculpture network» für eine Grussbotschaft zugeschaltet.

Danach erläutert Müller gerne seine Werke. Eine automatische Tombolamaschine zieht Gewinner und für Kinder gibt es ein vierplätziges Musikinstrument zu bespielen sowie eine selbst malende Maschine zu bestaunen. Am besten machen sich Besucher jedoch selbst auf Entdeckungstour. «Überall wo es einen Knopf gibt, sollte man diesen drücken», rät Müller.

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