/// Rubrik: Region | Topaktuell

Die Steuerreform hilft dem Thurgau

Weinfelden – «Die Steuerreform ist eine Chance für den Werkplatz Thurgau.» Davon zeigten sich Regierungsrat Dr. Jakob Stark und Nationalrat Hansjörg Walter am Informationsanlass des Thurgauer Komitees, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Thurgau und des Thurgauer Gewerbeverbandes (TGV) zur Unternehmenssteuerreform III in Weinfelden überzeugt. Die Kantone stehen hinter der Reform.

Regierungsrat Jakob Stark. (Bild: zvg)

Die Steuerreform bringt gemäss Nationalrat Hansjörg Walter die gleichen Vorschriften für alle Unternehmen und damit Steuergerechtigkeit. Sie ist mit keinen zusätzlichen Belastungen für die natürlichen Personen verbunden. Der Bund stellt den Kantonen international anerkannte Instrumente zur Verfügung und erleichtert die Reform finanziell. Umgesetzt und gestaltet wird diese aber in den Kantonen. Für den Kanton Basel-Stadt beispielsweise ist es wichtig, dass er gute Rahmenbedingungen für den chemisch-pharmazeutische Sektor schaffen kann. Die Steuereinnahmen von Unternehmen sind in den letzten 25 Jahren enorm stark gestiegen und liegen heute viermal höher als Anfang der 1990er-Jahre. Ziel der Reform ist es, diese Einnahmen zu sichern sowie die Rechts- und Planungssicherheit für die Unternehmen zu gewährleisten.

Finanziell verkraftbar
Im Kanton Thurgau ist die Bedeutung der Unternehmen mit Steuerprivilegien für den Staatshaushalt gering. Eine grosse Bedeutung hat dagegen der nationale Finanzausgleich. Der Thurgau erhält rund 200 Millionen Franken jährlich. Dieser Zustupf aus dem nationalen Topf entspricht rund einem Drittel des Steueraufkommens. Diese Mittel können nur fliessen, wenn es ressourcenstarken Kantonen wie Basel-Stadt finanziell gut geht. Diese Kantone sind dringend auf die Reform angewiesen. Jakob Stark skizzierte den Vorschlag der Regierung für die Umsetzung der Steuerreform im Kanton Thurgau. Bei einem Ja am 12. Februar 2017 auf Bundesebene will er einen runden Tisch einberufen, um eine Feinabstimmung der regierungsrätlichen Vorschläge zu erreichen. Er zeigte sich davon überzeugt, dass die Reform finanziell verkraftbar ist.

Bedeutend für den Werkplatz
TGV-Vizepräsidentin Diana Gutjahr und IHK-Präsident Christian Neuweiler zeigten die Bedeutung der Steuerreform für den Werkplatz auf. Die Reform sei nicht nur für international tätige Unternehmen, sondern auch für kleine und mittlere Betriebe wichtig. Diese partizipieren oft als Zulieferer von Grossunternehmen am Exporterfolg der Schweizer Wirtschaft. «Die Linke setzt mit ihrem Referendum 150‘000 Arbeitsplätze in der Schweiz aufs Spiel», redete Diana Gutjahr Klartext. «Ein Nein führt zu einem teuren Scherbenhaufen», betonte sie.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.