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Auf dem Weg zum neuen Titel

Wasserball – Seit zwei Jahren ist das NLA-Team des SC Kreuzlingen im Wandel. Zahlreiche Abgänge, mehrheitlich aus Altersgründen, hatte der Verein zu kompensieren. Die Verjüngung des Kaders ist unlängst abgeschlossen, allerdings verändert sich mit der Meisterschaft 2017 noch eine Position. (Text: Matthias Frese)

Das Wasserball-Team bereitet sich auf die Meisterschaft vor. (Bild: zvg)

Während den Playoffs des vergangenen Jahres gab Erfolgscoach Sirko Roehl nach etlichen Saisons bekannt, dass er sich vom Wasserball zurückziehen werde. Schnell konnte Kreuzlingen Ersatz in den eigenen Reihen finden, der die Kreuzlinger für die NLA-Saison 2017 wieder ins Final führen soll.

Erfahrener Betreuer
Benjamin Redder, Trainer der NLB-Mannschaft, erklärte sich bereit, das schwere Erbe Roehls zu übernehmen. Trotz seiner jungen 34 Jahre bringt er enormes Knowhow mit. Nicht nur studierte er Sport in Köln und Konstanz, sondern spielte selbst Wasserball in der deutschen Bundesliga und trat für den SCK mehrere Saisons in der NLA auf. Durch seine langjährige Tätigkeit als Chefcoach der Jugend kennt er die Vereinsstrukturen bestens, was ihm eine gute Grundlage gibt, die erste Herrenmannschaft zum nächsten Titel zu führen.

Kader bleibt jung
Während Roehl durch den Umbruch den Kader schon auf durchschnittlich 22 Jahre drückte, bringt Redder nun mehr Tiefe hinein, die sich dennoch erst in späteren Spielzeiten bezahlt machen wird. Zusätzliche Kreuzlinger Nachwuchsspieler dürfen im Team Erfahrung sammeln, um für zukünftige Schlagkraft zu sorgen. Damit ist es noch nicht getan. Nachdem man mit dem italienischen Center Patti nicht vollends zufrieden war, suchte man nach einem neuen Torgaranten, wobei man sich für den nur 22-jährigen David Acosta Salinero entschied. Der junge Madrilene trainierte mehrere Jahre im Kader von C.N. La Latina, ansässig in der Primera División. Sein Debut für Kreuzlingen gab er bereits im Oktober im Cup-Achtelfinal gegen Lugano NPS II, bei dem er gleich fünf Tore zum 19:5 beitrug. Weitere Auslandserfahrung kommt mit dem SCK-Veteranen Milan Petrovic und Eigengewächs Robin Pleyer hinzu. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres waren die beiden für den serbischen Club aus Niš lizensiert, für den sie in der höchsten Liga des Landes auftraten.

Start in die neue Saison
Trainer Redder erhielt eine Mannschaft, die trotz ihrer Jugend, in der Meisterschaft 2016 nur knapp das Final verpasste. Auf dieser Basis kann der Kreuzlinger Stratege bestens bauen, so dass der SCK bald auf neue Erfolge hoffen kann. Acht ist jedoch geboten, denn auch die Konkurrenz schläft nicht. Titelverteidiger Lugano NPS bleibt mit den Gebrüdern Fiorentini weiterhin das Mass und Rivale Horgen holte sich ebenfalls mit dem schweizerisch-mexikanischen Pablo Carballo Verstärkung. Diese zwei Clubs bleiben für die Thurgauer die grösste Hürde, um sich für die anstehende NLA-Saison ins Final zu kämpfen. Deswegen begann Coach Redder schon letzten Oktober die Saisonvorbereitung, indem er mit Hilfe der Swiss Trophy die Mannschaft früh auf ein hohes konditionelles Niveau brachte, was mit dem zweiten Rang des Turniers belohnt wurde. Auch in Trainingsspiele in den vergangenen Tagen gegen den deutschen SV Esslingen sowie SC Horgen bewiesen die Kreuzlinger eine gute körperliche Form schon vor Beginn der NLA. Wie üblich muss der SCK die Winterrunde stets in fremden Becken austragen. Für die erste Prüfung müssen die Kreuzlinger am Samstag, 11. Februar gegen Genève antreten. Die Mannschaft der Welschen hat sich nur unwesentlich verändert, weshalb man hier auf Kreuzlingen als Favoriten setzen darf.

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