/// Rubrik: Kultur

Zähne zeigen vor Lachen

Kreuzlingen – Michael Elsener hat das diesjährige Kabarettfestival in Kreuzlingen eröffnet. Ab März folgen neun weitere Veranstaltungen zum Grübeln, Geniessen und natürlich Tränen lachen.

Urban Priol, eine der letzten Grössen des politschen Kabaretts. (Bild:Axel Hess)

Grosse Namen auf kleinen Bühnen, unter diesem Motto hat Programmleiter Micky Altdorf erneut die Grössen der deutschsprachigen Kabarettszene nach Kreuzlingen gelockt. Dabei gibt es altbekannte Schwergewichte zu erleben aber auch neue Humorperlen zu entdecken. «Die Sperrspitze des Kabaretts aus dem Dreiländereck soll bei uns zu Gast sein», erklärt Altdorf sein Kabarett-Konzept, welches seit 15 Jahren für Lacher sorgt.
Nachdem der wandelbare «Giaccobo/Müller»-Veteran Michael Elsener vergangenen Donnerstag den Auftakt zum Kabarett in Kreuzlingen (KIK) gestaltete, geht es am 1. März weiter mit dem Österreicher Andreas Rebers. Die Schweizer Premiere seines neuen Programms «Amen» ist jedoch schon ausverkauft. Für alle anderen Veranstaltungen gibt es noch Karten, wobei die meisten Vorführungen im Theater an der Grenze stattfinden, und die Platzzahl dadurch beschränkt ist. Die Kleinkunstbühne definitiv rocken wird am 2. März Michael Krebs. Seit elf Jahren pendelt der studierte Jazzer mit seinem Musik-Kabarett zwischen Streichquartett und Metal Band sowie Gesellschaftskritik und Nonsens.

«Bassimisten» und «Irreparabeln»
«Irreparabeln» zeigt das Duo Ulan & Bator zwischen Körper Stimme, Gestik und Mimik am 3. März auf. Und endlich alleine unterwegs ist Daniel Ziegler mit seinem Soloprogramm «Bassimist». Der Ausnahmemusiker, ebenfalls bekannt aus «Giaccobo/Müller», geht am 9. März mit seinem E-Bass der Frage nach, was den ultimativen Hit ausmacht. Lokaler geht es nicht am Thurgauer Abend. Die Band «Europa: neue Leichtigkeit», bestehend aus vier Abgängern der Pädagogischen Maturitätsschule (PMS), laden am 10. März zum Schunkeln ein. «Im weitesten Sinne Schlager, jedoch mit ironischen und teils auch geschmacklosen Texten», versucht der Programmleiter die eingängige Musik unter einen Genrehut zu bringen.
Ein Meister seines Fachs ist Alfred Dorfer, welcher den Deutschen, Bayerischen und Schweizer Kabarettpreis unter seinem Namen vereint. Zwei Aufführungen gibt der Österreicher am 4. und 5. Mai im Theater an der Grenze zum Besten, gleich nach der Schweizer Premiere seinens neuen Programms «Und…».
Der Appenzeller Simon Enzler wagt sich am 6. Mai für einmal auch alleine auf die Bühne und nimmt die Schweiz kritisch unter die Lupe.
Den Abschluss bildet Urban Priol, welcher am 20. Mai zum sechsten Mal die Dreispitzhalle fürs KIK füllen wird. Der ehemalige Moderator der ZDF Sendung «Neues aus der Anstalt» bringt den täglichen globalen Irrsinn immer noch gekonnt und pointiert auf den Punkt.

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