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Konstanz plant ein neues Stadtviertel

Konstanz – Rund 500 Konstanzer kamen zur Auftaktveranstaltung, bei der die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen über das Verfahren zur Entwicklung des neuen Stadtteils Hafner informierten.

Das Interesse ist gross an den neuen Plänen der Stadt Konstanz. (Bild: zvg)

Ein 100. Geburtstag war für Oberbürgermeister Uli Burchardt Anlass, auf das Konstanz von vor rund 100 Jahren zurückzublicken, als das Haus der Jubilarin noch auf weitgehend freiem Feld stand. Heute ist es mitten drin, ein Teil der Stadt. Konstanz ist eine Stadt im Wandel, so die Botschaft. Jedes Jahr kann die Stadt rund 1.000 neue Einwohner begrüssen. Das ist kein Einzelphänomen, denn Konstanz ist eine «Schwarmstadt». In ihrem Wachstum, so OB Burchardt, sei Konstanz allerdings eine enorm flächeneffiziente Stadt. Konstanz sei seit Jahrzehnten – unter dem Stichwort Innenentwicklung – kaum über seine Grenzen hinaus gewachsen. Nun sei man an dem Punkt, an dem Wachstum über die Grenzen hinaus notwendig geworden ist. Gemeinsam mit der Bürgerschaft soll ein neuer Stadtteil entwickelt werden – der Hafner.

Ein gemeinsamer Planungsprozess
Matthias Heider von der Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen wies darauf hin, dass eine hochwertige Planung mit Blick auf das Wohl der zukünftigen Bewohner wichtiger sei, als eine schnelle Entwicklung. Darüber ist man sich einig, bekräftigte Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn. Was die zukünftigen Bewohner des Hafners zum Wohnen brauchen, aber auch wie die Nachbarn in Wollmatingen von der Entwicklung profitieren können, soll in mehreren Treffen im Rahmen des Planungsprozesses festgelegt werden. Besonders wichtig in diesem städtebaulichen Projekt sind die Grundstückseigentümer, die den Hafner zusammen mit der Stadt entwickeln sollen. In Einzelgesprächen werden über das Jahr hinweg massgeschneiderte Mitwirkungsoptionen besprochen. Auch die Ergebnisse aus der Zukunftsstadt fliessen in die Planung mit ein. Deshalb, stellte Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn fest, war es der Verwaltung wichtig, diese erste Informationsveranstaltung schon früh im Planungsprozess anzusetzen. Noch, so betonte er, stehe man vor einem weissen Blatt Papier.

Der Informationsabend diente der Erläuterung der Prozesse hinter der städtebaulichen Entwicklungsmassnahme und der derzeit laufenden vorbereitenden Untersuchung. Daher war auch der Berliner Stadtplaner und Urbanist Uli Hellweg mit vor Ort und erklärte als Experte die rechtlichen Grundlagen und Möglichkeiten dieses städtebaulichen Instruments.

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