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Viele Pläne für den Verkehr

Kreuzlingen – Gestern gab Stadtrat Ernst Zülle den Medien einen Überblick über die Stadtentwicklung und Verkehrsplanung. Dabei thematisierte er Boulevard, Löwenstrasse, Romans-hornerstrasse und Hauptzoll.

Neue Flagge an der Löwenstrasse. (Bild: sb)

Neue Flaggen rücken die Löwenstrasse in ein neues Licht – eine kleine, aber sichtbare Massnahme zur Attraktivitätssteigerung der «wichtigsten Nebenstrasse der Welt», auf die an der Pressekonferenz gestern gleich zu Beginn aufmerksam gemacht wurde. Für die Löwensträssler gibt es weitere wichtige News: Die Sanierung und Umgestaltung, welche der Stadtrat eigentlich im Zuge der Überbauung des Löwenareals an die Hand nehmen wollte, will er jetzt vorziehen und unabhängig davon 2019 realisieren. «Die Grundeigentümer können sich über einen Landabtausch nicht einigen, deswegen ist der Gestaltungsplan hängig», informierte Stadtrat Ernst Zülle. Die Überbauung des Areals ist weiterhin Ziel. Die Stadt hat bereits versucht, mit Gesprächen am runden Tisch eine Lösung herbeizuführen.

Zur Planung der Strassensanierung gibt der Stadtrat eine Studie in Auftrag. «Die Studie soll Vorschläge zur Anbindung des Stadthauses an Boulevard und Löwenstrasse sowie Umgestaltungsmassnahmen für die Löwenstrasse enthalten», erläuterte Zülle den Projektbeschrieb. Der Perimeter umfasst das Zentrum. Die Studienmacher sollen dabei aber auch die Gesamtsicht nicht vergessen. «Die Strasse soll sicherer für Velos werden», so Zülle. Eine der baulichen Veränderungen wäre etwa, Parkplätze zurückzuversetzen. Eine 30er-Zone soll geprüft werden. Inbegriffen ist auch die Bushoferweiterung.

Boulevard – läuft doch
Bezüglich des Boulevards sind dem Stadtrat bis zum Bundesgerichtsentscheid die Hände gebunden (wir berichteten). Heisst das Gericht die Beschwerde gut, müsste der Stadtrat über die Bücher und seine Signalisationsänderungen anpassen. Diese sollen den Verkehr auf dem 2011 eröffneten Boulevard halbieren. Bislang konnte der Verkehr von 10000 auf weniger als 8000 reduziert werden – trotz allgemeiner Verkehrszunahme. Der Boulevard als Begegnungszone sei mittlerweile akzeptierter als früher, beobachtet Zülle. Messungen bestätigten dies: 85 Prozent der Autofahrer fahren maximal 25 Km/h. Der Stadtrat ist froh über die regelmässige Belebung der Strasse mit Festen. «Die Leute glauben an den Boulevard», sagte er mit Blick auf die Sanierung historischer Häuser wie das Restaurant Grünau, aber auch Neubauten wie das Trösch.

Am 10. April trifft sich der Stadtrat mit dem kantonalen Tiefbauamt, um die Sanierung und Umgestaltung der Romanshornerstrasse zu besprechen. An einer Realisierung bis 2019 wird festgehalten. «Wir müssen die Pläne so ändern, dass sie mehrheitsfähig werden», umriss Zülle die Absicht des Stadtrats. «Dann kommt das Projekt erneut vors Volk.»

Hauptzoll wird verschönert
Am Hauptzoll konnten sich beide Städte und die beteiligten Zollämter nach langer Planung auf Umgestaltungsmassnahmen einigen. Der Übergang bekommt einen neuen grünen Strassenbelag, eine übersichtlichere Verkehrsführung und Betonpuller, sodass er auch optisch als «Tor zur Stadt» einen Akzent setzen kann. Die Umsetzung ist noch dieses Jahr geplant.

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